Der Sonne entgegen – Roadtrip durch die Pyrenäen

Genug vom Schnee und grauem Wetter in Österreich? Dann ab nach Spanien! Ja, richtig. Auch im Jänner ist Spanien eine herrliche Urlaubsdestination, die mit gemäßigten Temperaturen und viel Sonnenschein lockt.

Sollte einem jemals die Idee eines Roadtrips an der spanisch-französischen Grenze in den Sinn gekommen sein, kann ich nachfolgende Tour uneingeschränkt empfehlen.

Der Trip startete frühmorgens mit einem Flug nach Barcelona um der Kälte zu entfliehen – der Plan ging auf und ich genoss den restlichen Vormittag an der Barceloneta in der Sonne!
Anschließend machten wir uns auf den Weg in Richung Berge; genauer gesagt, erneut nach Seva, um unsere Bekannten zum Mittagessen zu treffen. Am Mittagessen im Hotel Seva ist, genauso wie beim Frühstück, nichts auszusetzen, die Atmosphäre ist gemütlich und die Wirtin überaus freundlich – Preis/Leistung passt.

Gut gestärkt starteten wir in Richtung Pyrenäen. Viel Autobahn und auch Landschaft, die wir bereits kannten, brachten uns zu unserem ersten Stopp in Andorra. Für Spanier ist das spanischsprachige Andorra ein Paradies zum steuerfreien Shoppen, Wellnessen und Skifahren, da das Land sich auf auf 1200-2000m Seehöhe erstreckt und gänzlich von Bergen bedeckt ist. Dementsprechend passiert man auf der Durchfahrt so einige Skiorte. Auch in Andorra La Vella entdeckten wir hauptsächlich Touristen mit Skisachen, die dann vermutlich Shuttlebusse in die Skigebiete nahmen.

So günstig das Shoppen in Andorra La Vella sein mag, so teuer sind die Roaming Gebühren für Österreicher – satte 10€/MB wurden uns verrechnet – besser darauf verzichten und die W-Lan Netze der Hotels nutzen. Apropos Hotels: spontan findet man hier vor allem am Wochenende keine Unterkunft mit gutem Preis/Leistungsverhältnis; lieber früh genug buchen und sich darauf einstellen, dass die Nächtigung schnell mal €100 für ein Doppelzimmer überschreitet (oder einfach außerhalb der Kleinstadt suchen, dann erübrigt sich auch das Parkplatz-Problem). Wir hatten ein (wirklich schäbiges) Appartment im Zentrum, das mit Frühstück etwa €95 kostete. Parkplätze sind Mangelware bei den Hotels. Es gibt ein paar öffentliche Parkplätze, die sich mit locker €25 am Tag zu Buche schlagen.

Um die Hauptstadt zu erkunden reichen wenige Stunden, da es außer der Hauptattraktion, einer pyramidenförmigen verspiegelten Therme und einer Shoppingstraße, nicht viel zu sehen gibt.
Spannender sind da schon die Serpentinenstraßen durchs Bergland, die nicht nur Fahrspaß, sondern auch einen schönen Ausblick in die (leider erst ab 1500m Seehöhe) verschneiten Pyrenäen bieten. Nur 100km breit ist der Zwergstaat, der Spanien von Frankreich trennt. Die Grenze ist in einem auf mehr als 2000 Höhenmetern gelegenen Dorf.

Ursprünglich hatten wir einen Ausflug nach Toulouse geplant, die insgesamt 4h Fahrt von Barcelona waren uns für das kurze Wochenende dann leider doch zu weit, da wir an die Costa Brava auch noch wollten. Also entschieden wir die Route über Carcassonne abzukürzen und die eindrucksvolle Festung zu besichtigen.

Der größte Vorteil von einem Besuch im Winter sind die fehlenden Touristen, man hat die Festung fast für sich allein und kann auf der Festungsmauer entlang gehen oder einfach nur durch das Festungsdorf schlendern. Der größte Nachteil besteht sicherlich darin, dass sämtliche Lokale in der Gegend aufgrund der ausbleibenden Touristen im Jänner bis Anfang Februar geschlossen haben.

Wir übernachteten ein paar Kilometer außerhalb der Stadt Carcassonne (ca 50 000 Einwohner) in einem B&B bei einer sehr netten holländischen Familie. Das Zimmer war äußerst komfortabel, das Frühstück ausgezeichnet und die Gastgeber sehr hilfsbereit bei der Suche nach einem geöffneten Lokal (es waren etwa 10 Anrufe nötig um etwas zu finden).

Am nächsten Tag ging der Trip zurück nach Spanien. Dort stoppten wir in Figueres, um das Dali Museum (empfohlen von den Gastgebern) zu besichtigen – leider vergeblich, weil Montags Ruhetag ist.

Die Route führte uns Route direkt weiter an die Costa Brava, genauer gesagt in das ehemalige Fischerdorf Cadaquez, wo Dali längere Zeit gelebt hat. Auch dieses Haus war aufgrund von Renovierungsarbeiten für den gesamten Jänner geschlossen.
Nichtsdestotrotz genossen wir die Autofahrt entlang der Küstenstraße, sowie den Spaziergang durch das Dorf bei strahlend blauem Himmel und gönnten uns einen Drink am Strand, bevor wir uns wieder in Richtung Flughafen Barcelona auf den Heimweg machten.


Neujahr in Barcelona & Ausflüge in die katalonischen Berge

Silvester sollte heuer außergewöhnlich werden, darum folgten wir der Einladung eines Bekannten aus Spanien und entschieden, dort ein paar Tage Urlaub zu machen.

Tag 1:
Anreise; Geflogen sind wir mit Laudamotion (Achtung neue Handgepäcksbestimmung – für Koffer muss man das Priority Paket für €8 dazubuchen!), anschließend übernachteten wir im Tryp Airport Hotel, da die Preise für Hotelzimmer über Neujahr im Zentrum Barcelonas etwa 100% höher sind als regulär. Das Hotel kann man bedingt weiterempfehlen – langsames Servicepersonal, Bad nicht sauber, Warmwasserregulierung in der Dusche funktionierte schlecht.

Tag 2:
Mit dem Taxi ging es zum Evenia Hotel im Stadtteil Eixample. Danach trafen wir Freunde am Plaza de Catalunya zum Frühstück, anschließend spazierten wir durch die Ramblas, weiter in Richtung Hafen/Strand zum W Hotel um dort Karten für die dort stattfindende Silvesterparty zu organisieren. Barfuß gingen wir den durch Sand, genossen das traumhafte Wetter (17 Grad!) und gönnten uns anschließend Burger+Bier in einem Strandcafe.
Nach einer kurzen Auszeit im Hotel machten wir uns auf den Weg zum Abendessen. Blöderweise hatten wir nirgends fürs Abendessen reserviert (eh gewusst aber gekonnt ignoriert), also bestand unser abendlicher Spaziergang darin, ein geeignetes Restaurant zu finden. Die schicken Lokale waren selbstverständlich alle voll, insofern mussten wir uns mit einem mittelmäßigen Cafe/Restauarant (Cafe & Tapas Kette) zufrieden geben. Das Essen war recht mittelmäßig, mit Ausnahme der French Toasts – die kann man uneingeschränkt weiterempfehlen. Anschließend gings endlich zur Silvesterparty. Dort teilten wir Tisch mit nettem englischen Paar, unterhielten uns gut und genossen die im Ticket inkludierten Cocktails (€50, 2 Cocktails incl) Die Stimmung war gut, es wurde getanzt und getrunken, nur das Feuerwerk war (verglichen mit dem in Wien) sehr bescheiden, kein Countdown etc.

Tag 3:
Den Neujahrstag verbrachten wir recht sportlich mit einer ausgiebigen Wanderung zum Park Güell, von dort weiter auf den Tibidabo (dort gibts tolle Trails – absolute Empfehlung meinerseits!). Oben angekommen gabs erstmal einen Kaffee im La Florida Hotel, danach besichtigten wir die Kathedrale auf dem Tibidabo und den Freizeitpark von außen, weil er leider nur im Sommer geöffnet hat. Da wir es nicht schafften von dort aus ein Uber zu organisieren (Teile der Straße dürfen nur von Bussen befahren werden) marschierten wir in der Dunkelheit nach unten und ließen uns dort von unserem Bekannten mit dem Auto abholen und fuhren in sein Heimatdorf „Seva“, wo wir die nächsten Tage nächtigten.

Tag 4:
Ursprünglich wollten wir uns die spanischen Skigebiete aus der Nähe ansehen, aufgrund von mangelndem Schnee gabs dann eine Autofahrt durch die Berge (wunderschöner Ausblick – „katalonischer Grand Canyon“). In Rupit, einem kleinen Urlaubsort in den Bergen genossen wir ein spätes Mittagessen mit unserer Gastfamilie (Hostal Estrella – top Service, Essen gut!!); anschließend fuhren wir nach Vic (Kleinstadt in der Gegend – nicht außergewöhnlich schön, dafür absolut nicht touristisch).

Tag 5:
An Tag 5 gings zur Buggyfahrt in Cassa de la Selva mit Joan Pares, einem Rennfahrer mit nur 1 Arm/Bein – sehr lustig!! Dann fuhren wir extra für eine frische Paella ans Meer in ein schönes Fischlokal. Die Meeresfrüchte-Paella war leider etwas enttäuschend da sie in Katalonien ziemlich flüssig zubereitet wird und auch geschmacklich wenig mit meinen Vorstellungen zu tun hatte – was aber nicht heißt dass sie nicht gut war! Man sollte sie auf jeden Fall testen wenn man dort ist.
Danach gings zum Kartfahren in Blanes (noch lustiger – der Bleifuß kannte keine Grenzen!!). Abends gabs wieder Essen bei unserer superlieben Gastfamilie.

Tag 6:
Ausflug zum Kloster von Montsserat; dort gabs nach der Besichtigung des Klosters eine Wanderung mit wunderschönen, malerischer Ausblick in die Berge! Die Anzahl der Touristen war, trotz Nebensaison, gewaltig. Am Nachittag gings zum Essen in ein nahe gelegenes Lokal (Hostal Monistrol – essen dauert lang und war mittelmäßig, zumindest das gegrillte Huhn).

Restauranttipps Madrid

Bereits im Vorfeld haben wir neben den Sehenswürdigkeiten die wir uns ansehen wollten, auch ein paar Lokale herausgesucht die wir unbedingt besuchen wollten, um Spanien auch in kulinarischer Hinsicht besser kennenzulernen.

La Rollerie
La Rollerie bezeichnet eine spanische Restaurantkette mit mehreren Filialen in Madrid und Valencia. Da sich eine direkt vor der Haustür unseres AirBnb Apartments befand, nützten wir die Gelegenheit und gingen zwei mal dort frühstücken. Die Preise sind recht günstig. Ein Frühstück mit Cappucchino und Weißbrot mit Marmelade gab es bereits für €2,70, die herzhafte Variante mit Eierspeis kostete €4,70. Besonders empfehlen kann ich den Lachsbagel.

Ausblick von der Dachterrasse des Circulo des Bellas Artes

Dachterrasse des Círculo de Bellas Artes
Der Hauptgrund warum wir auf die Terrasse des Circulo de Bellas Artes Museums wollten ist mit Sicherheit der traumhafte Ausblick über Madrid. Für €4 kann man mit dem Aufzug bis aufs Dach fahren. Die Terrasse ist ein guter Ort zum relaxen, da sie auch Liegen mit Sonnenschirmen bietet. Wir haben den Fehler gemacht und geglaubt wir können dort auch ordentlich Mittagessen, leider war dem nicht so und wir bekamen bloß Snacks. Die Tortillas haben uns aber trotzdem geschmeckt, und um unseren Hunger zu stillen gabs noch eine Portion Wedges. 😉

Chocolate con Churros in der Chocolateria San Gines

Chocolateria San Gines
Die Chocolateria San Gines ist bekannt für ihre Chocolate con Churros und deshalb auch immer voll. Von der Schlange vorm Eingang muss man sich aber nicht abschrecken lassen, da das Personal sehr flott ist und wir innerhalb von 10 Minuten unsere Bestellung aufgeben konnten. Die Churros selbst waren leider nicht so ganz unser Fall, da sie uns zu fettig und salzig waren. Vielleicht muss man sie auch einfach nur öfter essen damit man sich an den Geschmack gewöhnt.

Marina Ventura Paella
Marina Ventura Interieur

Marina Ventura
Das Marina Ventura in der Nähe vom Plaza Santa Ana wurde uns von unserem Guide empfohlen. Das Restaurant befindet sich in einer ruhigen Gasse und ist von außen nicht besonders auffällig, besticht aber innen durch eine sehr modernen Einrichtung mit vielen Grünpflanzen. Die Speisekarte bietet viele Fleisch- und Fischgerichte, wir entschieden uns dann aber ganz klassisch für eine Paella. Paella muss man fast immer für mindestens zwei Personen bestellen, da sie immer frisch zubereitet wird. Die Portion für 2 Personen war wirklich großzügig und hätte auch leicht für 3 Personen gereicht. Preislich ist das Restaurant nicht ganz günstig, €30 für die Paella zu zweit waren aufgrund der Größe und des Geschmacks aber doch gerechtfertigt, wenn man bedenkt dass wir als Vorspeise auch noch ein Süppchen, Brot und Aufstriche bekommen haben.

Restaurante Cerveceria Naturbier
Abends zog es uns zum Plaza Santa Ana, der für seine vielen Bars und Lokale bekannt ist. Da wir schon um 22:00 dortwaren und aber bereits zu Abend gegessen hatten, war es gar nicht so leicht einen Tisch zu finden, da die Restaurants doch eher auf Essens-Gäste abzielten. Im „Naturbier“ hatten wir aber Glück und bekamen einen Tisch. Das Ambiente ist recht rustikal, der Krug Sangria für etwa €10 hat uns aber trotzdem gut geschmeckt und die typisch spanischen Gerichte auf den Nachbartischen haben auch gut ausgesehen.

Madrid Citytrip – Tag 2

Tag 2 starteten wir mit einem ausgiebigen Frühstück in der La Rollerie, einer spanischen Kaffeehauskette. Anschließend gingen wir zum Retiropark und genossen dort die Sonne. Der Retiropark ist sehr weitläufig, sodass man problemlos 2h spazieren gehen kann, ohne einen Weg zwei mal zu nehmen. 😉  Besonders gut gefallen haben mir der Glaspalast und ein See inmitten des Parks in dem man sich auch ein Tretboot ausleihen kann. Am Ende des Parks befindet sich der Bahnhof Atocha. Das Besondere daran ist mit Sicherheit die alte Bahnhofshalle in der Palmen und sonstige tropische Pflanzen gedeihen. Aber nun zum eigentlichen Grund, warum wir am Bahnhof waren. Wir wollten nach El Escorial fahren, da mein Papa gemeint hat, für ihn war das das absolute Highlight seiner bisherigen Madrid-Besuche. Ich hatte mich im Vorhinein erkundigt und wusste deshalb, dass man von Atocha direkt nach El Escorial fahren kann. Nur leider kannten wir uns am Bahnhof überhaupt nicht aus, wie wir zu Tickets kamen und zu welchem Gleis wir mussten. Gott sei Dank gab es dort überaus hilfsbereits Mitarbeiter, die uns zu den Automaten in der neuen Bahnhofshalle führten (in der alten gibt es nur die für die Metro) und uns auch verrieten, dass es viel günstiger ist, einen 10er Block Fahrten für die Strecke zu kaufen, als 5 Retour-Tickets. Nach mehreren Verwirrungen weil der Zug etwas Verspätung hatte und wir deshalb fast in den falschen Zug gestiegen wären, saßen wir schlussendlich doch im richtigen Zug und genossen die malerische Landschaft auf der einstündigen Fahrt nach El Escorial. Dort angekommen mussten wir feststellen dass sich der Klosterpalast leider nicht neben dem Bahnhof befindet, sondern uns noch ein 2km langer Aufstieg auf den Hügel, wo der Palast steht, bevorstand. Bei traumhaften 19°C und strahlend blauem Himmel störte uns das aber gar nicht. 😉 Oben angekommen, ließen wir es uns nicht nehmen, im Gastgarten eines Restaurants mit Ausblick auf den Palast eine Flasche Wein zu genießen. Bei Rückweg haben wir es natürlich erneut geschafft, fast unseren Zug zu verpassen, da wir am falschen Gleis gewartet haben und erst, als der Zug eingefahren ist, draufgekommen sind. Zurück in Madrid machten wir uns auf den Weg zum Templo de Debod um ein Foto bei Sonnenuntergang zu machen. Als wir dort waren, war ich erst einmal ziemlich enttäuscht, da wirklich die Hölle los war und das ganze in Natura so überhaupt nicht eindrucksvoll ist. Klar, die Aussicht auf die Stadt selbst zahlt sich schon aus, aber das Denkmal und die Menschenscharen machten mir die Freude zunichte. Gute Fotos haben wir aber trotzdem bekommen und wir konnten erneut einen Punkt unserer To-Do Liste abhaken. Als nächsten stand die Chocolateria San Gines, die berühmt für ihre Chocolate con Churros ist, am Programm. Leider konnten uns die Churros nicht vollständig überzeugen, da die heiße Schokolade für meinen Geschmack zu wenig schokoladig und die Churros zu fettig waren, aber was solls, zumindest haben wir sie probiert. 🙂 Am Abend gingen wir erneut auf Sangria-Tour und wurden dabei von einem Oster-Umzug überrascht. Unser Guide hatte uns ja am Vortag bereits gewarnt uns von diesen Umzügen fernzuhalten, da wir sonst schnell einmal ein paar Stunden feststecken würden. Ganz geheuer war uns der Umzug nicht, da die Teilnehmer vollständig maskiert waren und uns stark und an Ku-Klux-Klan Mitglieder erinnerten, aber sehenswert war es allemal. Wir entdeckten auch endlich eine „schmutzige“ Bar, in der wir uns erneut Sangria bestellten. Laut unserem Guide erkennt man die besten Bars am vielen Müll der am Boden liegt – wir könnten nichts gegenteiliges behaupten. 😉

Das Video zu Tag 2 findet ihr auf Christinas Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/watch?v=BDLTt3IMcMI

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Madrid Citytrip – Tag 1

Müde aber zufrieden blicke ich auf unseren Mädelstrip zurück. Wir verbrachten ein paar wunderbare Tage in Madrid und kamen dabei voll auf unsere Kosten: Sonne, Sightseeing, Sangria und spanische Nationalgerichte wie Paella und Churros standen ganz weit oben auf unserer To-Do Liste. Letzten Dienstag war es nach monatelanger Vorfreude endlich so weit und wir machten uns auf den Weg zum Münchner Flughafen und flogen mit Iberia nach Madrid. Dort angekommen, erlebten wir die erste Überraschung als wir in der von der Vermieterin angegebenen Straße standen und die angegebene Hausnummer gar nicht existierte! Todmüde, weil es bereits nach Mitternacht war, versuchten wir die Vermieterin zu kontaktieren – Vergebens! 30 Minuten und einen halben Nervenzusammenbruch später (es hätte ja sein können, dass das Apartment gar nicht existiert und wir nur abgezockt werden! ;)), meldete sie sich endlich und kam schließlich vorbei um uns ins Apartment zu führen. Vom Apartment selbst waren wir leider auch ein wenig enttäuscht, da es auf den Bildern auf AirBnB sehr viel heller und gepflegter wirkt. Nichtsdestotrotz waren wir froh, endlich ins Bett zu kommen, da wir schon ein straffes Programm für den nächsten Tag geplant hatten. 🙂
Frisch und munter (so halbwegs zumindest) starteten wir am nächsten Vormittag zum Plaza del Sol, wo uns unser deutschsprachiger Guide bereits erwartete. Den Guide haben wir über MadridAufDeutsch für eine 4-stündige Walking-Tour (Kultour 1+2) gebucht und waren sehr zufrieden damit. Javier hat uns durch das Zentrum geführt und uns viel über die berühmten Plätze und Gebäude sowie die Geschichte Madrids erzählt. Obwohl ich in der Schule kein großer Geschichte-Fan war, hat er es durch seine sympathische Art und seinen guten Vortragsstil geschafft, mich nicht zu langweilen – ich kann die Tour also uneingeschränkt weiterempfehlen. 😉 Neben den „hard facts“ hat er uns auch sehr viele Restaurants und Bars gezeigt, von welchen wir auch einige getestet haben – mehr dazu wirds in einem eigenen Beitrag geben. Nach einem ausgiebigen Mittagessen inklusive kurzem Nickerchen entschlossen wir uns dazu, einen weiteren Punkt unserer To-Do Liste anzugehen: Der Besuch des Prado-Museums! Sämtliche Reiseführer beschreiben das Museo del Prado als absolutes Muss, und da der Eintritt 2h vor Schluss immer gratis ist, wollten wir uns die Gelegenheit selbstverständlich nicht entgehen lassen. In weiser Vorraussicht, dass vermutlich sehr viel los sein wird, kamen wir schon 2.5h vor Schluss und stellten uns in einer offenbar nicht endenden Schlange an. Für einen Platz weiter vorn in der Schlange hätten wir vermutlich noch 30 Minuten früher erscheinen müssen, was sich in Anbetracht der Tatsache, dass wir nach knapp einer Stunde Wartezeit sowieso drin waren, nicht gelohnt hätte. Ausklingen ließen wir den Abend bei einigen Gläsern Sangria am Plaza Santa Ana, der für die vielen Bars und sein Nachtleben bekannt ist.
Meine Freundin Christina hat übrigens fleißig mitgefilmt: https://youtu.be/S84hPJuPeeo

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