Endlich wieder Urlaub (in Griechenland)!

Lang ersehnt und nun endlich wieder mit geringem bürokratischem Aufwand möglich: Urlaubsreisen außerhalb Österreichs! Sobald bekannt wurde, dass beliebte Urlaubsländer wie Griechenland, Italien, Portugal und co wieder ohne anschließende Corona-Quarantäne besucht werden können, nutzte ich die Gunst der Stunde und buchte eine Reise nach Kos um das viel zu lang aufgestaute Fernweh endlich befriedigen zu können.

Kos ist eine kleine, aber feine griechische Insel in der Ägäis an der türkischen Grenze. Die Insel hat eine Länge von 45km und ist mit Bergen versehen von denen man herrlichen Ausblick auf die gesamte Insel hat. Ich empfehle einen Mietwagen auszuleihen, und die verschiedenen Strände und Dörfer zu erkunden anstatt es sich nur am nächsten Strand und der Hotelbar gemütlich zu machen. Wir haben den Anbieter Sevi gewählt da er einen Verleih direkt neben unserem Hotel hat und man das Auto am Flughafen retournieren kann. Für einen 2020er Kia Picanto mit Vollkasko-Versicherung haben wir für 6 Tage €150 bezahlt. Grundsätzlich waren wir mit dem Kleinstwagen zufrieden, nur würde ich beim nächsten Mal ein geländegängiges Fahrzeug wählen, da man viele Sehenswürdigkeiten bzw. Strände schlichtweg nur über sehr holprige Wege erreichen kann und wir deshalb darauf verzichten mussten.

Da wir direkt zum verspäteten Saisonstart Anfang Juni dort waren, war die Insel sehr ruhig und perfekt zum Entspannen. Das war einerseits sehr angenehm, weil wir oftmals die einzigen Gäste in den Tavernen und am Strand waren und uns so mit den Einheimischen unterhalten konnten und sie sich meistens sehr über unseren Besuch freuten. Andererseits waren manche Hotels und Restaurants und Bars Corona-bedingt noch gar nicht geöffnet und werden eventuell gar nicht mehr öffnen in 2021, da die verbleibende Saison zu kurz ist und sich somit finanziell nicht lohnt. In den Restaurants und Bars war es nicht nur deshalb still, weil wir die einzigen Gäste waren sondern auch, weil in dem Zeitraum ein allgemeines Musikverbot herrschte um die Gäste nicht zu animieren laut zu sprechen und somit mehr Aerosole zu verteilen. Auf den Straßen herrscht übrigens Maskenpflicht – es wird sich aber nicht daran gehalten und scheinbar auch nicht exekutiert.

Abschließend sei noch gesagt, dass das Preis-Leistungsverhältnis auf Kos sehr gut ist, landschaftlich ist es schön und aufgrund der vielen unterschiedlichen Strände, wird einem in einer Woche Strand-Urlaub sicher nicht langweilig. Die Insel ist generell sehr windig ab August, wenn man das nicht mag, sollte man eher im Juni oder Juli reisen (wir hatten im Juni leider auch Pech und es war die ganze Woche windig).

Restaurants

Nachfolgende Lokale kann ich uneingschränkt weiterempfehlen.

Metoxi
Das Metoxi ist eine traditionalle griechische Taverne die durch den wahrscheinlich tollsten Ausblick über die gesamte Insel besticht. Man gelangt zur Taverne wenn man beim Bergdorf Zia (sehr romantisch in der Vorsaison, in der Hauptsaison vermutlich hoffnungslos überlaufen) bis zur Bergspitze weiterfährt – hier empfiehlt sich definitiv ein geländetaugliches Fahrzeug, da ein Teil der Straße nicht asphaltiert ist und steil bergauf geht. Zu Fuß von Zia braucht man etwa 30 Minuten für den Aufstieg – Achtung: der Weg ist nicht beleuchtet, man braucht also jedenfalls eine Taschenlampe um unbeschadet wieder runterzukommen.

Lofaki
Das Lofaki ist nähe Kos Stadt auf einem Hügel, mit phantastischem Ausblick auf Kos Stadt gelegen. Das bietet eine internationale Küche und dient häufig als Hochzeits-Location. Am besten vorher reservieren.

Winery
Die Winery ist eine romantische griechische Taverne inmitten von einem Weingarten. Man kann dort sehr gute Griechische Tapas essen.

Lovemade
Das Lovemade ist ein hippes Cafe in Kardamena. Das Frühstück ist ausgezeichnet.

Casa Cook Cantine
Die Casa Cook Cantine bietet sehr gute griechische Tapas zu moderaten Preisen. Da wir im zugehörigen More Meni Hotel nächtigten, haben wir dort mehrmals gegessen und es war jedes Mal ausgezeichnet.

Must-Visits

Wer nicht für Strandurlaub nach Kos reist, hat die Insel wohl nicht verstanden. Hier meine Favoriten.

TamTam Beach
Der TamTam Beach in Mastichari ist ein schmaler, sehr langer, sauberer Sandstrand. Es war sehr windig – für einen heißen Tag ist das vermutlich angenehm, uns war es bei 25 Grad C Außentemperatur allerdings zu kalt. Man zahlt 6€ für 2 Liegen + Schirm + Wind-Shield und bekommt zusätzlich 2 Freigetränke im zugehörigen TamTam Restaurant.

Bubble Beach
Der Bubble Beach befindet sich in einer Bucht im Süden der Insel bei Kefalos. Der Strand ist sehr ruhig und besteht aus Sand. Es gibt dort keine Sonnenliegen und Schirme!

Therma
Die Therma ist eine Thermalquelle am Strand südlich der Stadt Kos. Es gibt ein kleines Naturbecken in dem man im 42 (?) Grad C heißen Wasser relaxen kann. Für uns war es perfekt an einem kühleren, sehr windigen Tag. In der Hauptsaison sollte man am besten sehr früh kommen, da der Ort schnell überlaufen ist. Es gibt keine Sonnenliegen oder Schirme. Achtung: Handy-Roaming deaktivieren um zu vermeiden, dass sich das Handy in türkische Netze einwählt und hohe Kosten verursacht!

Tigaki Beach
Tigaki Beach lag direkt vor unserem Hotel und hat bietet eine gute Infrastruktur mit vielen Liegen, Schirmen, Lokalen und Supermärkte. 2 Liegen + Schirm kosten bei den meisten Anbietern €8.

Plaka Forest
Plaka Forest ist ein Waldgebiet in dem dutzende Pfauen, Katzen und Schildkröten leben.

Malibu Beach Bar
„Bar“ ist für diesen Beach Club der falsche Ausdruck. Es erwartet einen eine tolle Poollandschaft direkt am Meer bei freiem Eintritt.

More Meni Beach Hotel

Das More Meni Beach Hotel ist ein Hotel für sogenannte „Millenials“ – das Publikum war  zwischen 20 und 35 und überwiegend Deutsch-sprechend. Das Design des Hotels ist auf hip getrimmt, und besticht mit einem tollen Garten und Pool. Zum Strand sind es nur wenige Meter. Auch das bereits erwähnte Hotelrestaurant „Casa Cook Cantine“ ist sehr stylisch und absolut empfehlenswert.

Die Zimmer sind sehr geräumig, Türen und Wände allerdings sehr hellhörig – in der Hauptsaison wird es vermutlich eher laut, wenn partywütige Gäste mitten in der Nacht vom Feiern heimkommen (es gibt sehr viele Bars in der näheren Umgebung). Unser Badezimmer war schick, aber etwas unpraktisch, da sowohl die Benutzung der Dusche als auch des Waschbecken regelmäßig zu Überflutungen geführt haben. Zusätzlich hat uns ein Schrank bzw. Ablagefläche gefehlt.

Das Frühstück im Hotel war ausgezeichnet, das Buffet bietet eine sehr große, internationale Auswahl an kalten und warmen Gerichten. Gegen Aufpreis kann man auch Avocado-Toast o.ä. bestellen; haben wir allerdings nicht gemacht, da die inkludierten Gerichte für uns absolut ausreichend waren. Erwähnenswert ist auch, dass es von 8:00 bis 11:00 Frühstück gibt – perfekt für Langschläfer.

Das Hotelpersonal ist außerordentlich freundlich, sehr sympathisch und bietet rund um die Uhr perfekten Service. Zusätzlich erwähnenswert ist auch die zentrale Lage auf der Insel – den Flughafen erreicht man in etwa 20 Minuten per Auto, Kos Stadt in 15 Minuten.

More Meni Beach Hotel

Pre-Brexit Trip nach London

Nach einigen harten Monaten im Job, einem erfolgreichen ersten Semester im neuen Studium und dem bevorstehenden Geburtstag, war es an der Zeit mich mal wieder mit einem Weekend-Getaway zu belohnen. Die Destination stand schnell fest, denn London ist eine meiner Lieblingsstädte. Sie ist immer im Wandel, bietet unglaublich viel zu entdecken und ist im Jänner angenehm „ruhig“ (im Sinne von wenig überlaufen).

Anreise. London bietet viele Anreisemöglichkeiten, sollte man mit dem Flieger kommen, hat man die Qual der Wahl, denn es gibt insgesamt fünf Flughäfen die von unterschiedlichen (Billig-)Airlines angeflogen werden. Die Flughäfen sind etwa 30–70 km rund um die Stadt platziert und bieten verschiedene Möglichkeiten um ins Zentrum zu gelangen. Die Tabelle bietet eine Übersicht über die jeweilige Option mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis laut meiner Recherche (hierzu sei gesagt, dass ich Zug oder Metro gegenüber Bus, egal wie günstig, präferiere). Details gibt’s hier.

FlughafenTransportmittelZielKosten One-WayDauer
London City LCYMetro DLRTower Gateway £2.80–£3.30* 25 min
Heathrow LHRMetroPicadilly Circus £3.10–£5.10*50 min
Gatwick LGWThameslink TrainSt Pancras £8.30–£15.1040 min
Stansted STNStansted ExpressLiverpool Street £19.4050 min
Luton LTNThameslink TrainSt Pancras £17.70 35 min

* bei Bezahlung mit Oyster Card

Transport. Das Londoner Metro-System ist sehr weitläufig und im Stadtzentrum sind viele Stationen nur fußläufig voneinander entfernt. Am besten organisiert man sich direkt am Flughafen (mit Thameslink- oder Metro-Zugang) oder bei Ankunft im Stadtzentrum eine Oyster Card und bezahlt damit. Details hierzu gibt’s hier.

Attraktionen. Da es bereits meine dritte London-Reise war, enthielt meine ursprüngliche Planung wenig klassische Touristen-Attraktionen. Wie oft im Leben, kam es dann aber doch anders, und ich entschied mich für ein paar Klassiker, aber auch viele Spaziergänge durch hippe Gegenden sowie ausgedehnte Lokal-Besuche. Meine Favoriten sind:

  • Tate Gallery of Modern Art. Hier kann man unter anderem Piet Mondrians „Composition C (No III) bewundern
  • Natural History Museum. Allein des Gebäudes wegen ist das „NHM“ einen Besuch wert. Besonders gut hat mir die Dinosaurier Ausstellung gefallen – es gibt unter anderem einen sich bewegenden und Geräusche-machenden T-Rex!
  • London Eye. Der Ausblick ist fantastisch und man erlangt ein wenig Wissen über die Fakten der Stadt.
  • Spaziergang durch Shoreditch. Die Gegend hat sich in den letzten Jahren unheimlich gemausert. Ein cooler Hipster-Laden neben dem anderen, haufenweise coole Lokale, Vintage und Designer Shops, die alle in typisch britischen Backsteinbauten beherbergt sind. Leider viel zu spät entdeckt und zu wenig ausgenutzt obwohl das Hotel in der Gegend war – eine nächste London Reise ist dadurch – trotz Brexit – unumgänglich!
  • Camden Market. Ähnlich cool, wenn nicht sogar besser als der Spittelfields Market in Shoreditch ist auch der Camden Market im Nordwesten der Stadt. Tolle Köstlichkeiten und Mitbringsel kann man dort finden.
  • Warner Bros. Studio Tour London. Ein Muss für alle Harry Potter Fans! Vorsicht, früh genug online buchen, ich hab bereits zum zweiten mal ein Monat vorher bereits kein Ticket mehr bekommen.
  • HMS Belfast. Für Techniker und Schiffsliebhaber zu empfehlen!
  • Greenwich. Greenwich ist allemal einen Besuch wert: einerseits wegen der Fahrt mit der vollautomatisierten DLR Metro Linie, andererseits um einen Spaziergang durch die Gegend rund um die University of Greenwich und den Greenwich Park zu machen. Sollte man sich dann auch noch für Schifffahrt interessieren, ist man im Natural Maritime Museum gut aufgehoben.
  • Musicals und Theater. Siehe weiter unten.
  • Free Walking Tour. Eine Walking Tour geht einfach immer. Die Auswahl an Touren ist mittlerweile beinahe undurchschaubar.

Viele Museen, wie bspw. das British Museum, National History Museum oder die Tate Gallery of Modern Art sind gratis zu besichtigen, lediglich für Sonderausstellungen wird Eintritt verlangt. Empfehlenswert sind für viele Attraktionen die 2for1 Angebote von National Rails. Um die Angebote in Anspruch zu nehmen, braucht man lediglich ein Zugticket von National Rails für eine beliebige Strecke (oder auch Stansted Express). Ich hab es mit einem Stansted Express Ticket, welches ich vorab online gekauft hab, getestet und dadurch London Eye Tickets zum halben Preis bekommen (ebenfalls online gekauft mit fixem Zeitslot).

Günstige Theater- bzw. Musicaltickets kann man last minute bei TKTS am Leicester Square kaufen. Hier habe ich noch eine Zusammenfassung für diverse Ticketlotterien wo man für Vorstellungen am selben Tag Tickets gewinnen kann – so kam ich für lediglich £ 20 zu einem Platz in der ersten Reihe für „Book of Mormon“ im Price of Whales Theatre.

Bester Ausblick. Als großer Fan von luftigen Höhen, ließ ich es mir nicht nehmen, einige hohe Gebäude zu erkunden um den besten Ausblick über die Stadt zu erhaschen. Folgende Aussichtspunkte kann ich empfehlen

  • Tate Gallery of Modern Art. Das Restaurant im vorletzten Stock bzw. die Terrasse im obersten Stock bieten einen herrlichen Ausblick über die Themse und die Skyline Londons.
  • London Eye. Das Riesenrad bewegt sich sehr langsam, wodurch man die Aussicht volle 30 Minuten lang genießen kann.
  • Sky Garden. Diese Location auf der Spitze des „Walkie Talkie“ Bürogebäudes in der Fenchurch Street ist absolut sehenswert. Wie der Name schon sagt, ist es eine Mischung aus Restaurant, Club, Indoor-Garten mit tollem Blick über London. Eintritt ist gratis, die Drinks nicht ganz günstig.
  • Google Office am King’s Cross Bahnhof. Auf die Dachterrasse mit coolem Cafe kommt man leider nur in Begleitung eines Mitarbeiters.

Berlin Calling

Das traumhafte Herbstwetter im September wurde für einen Wochenendtrip nach Berlin genutzt. 2013 besuchte ich die Stadt zuletzt, und gefühlt hat sie sich seitdem verändert. Das kann an mir selbst, oder der Stadt liegen, auffällig ist die schrumpfende Anzahl an (Möchtegern-) Hipstern und die voranschreitende Erneuerung vieler Viertel des Stadtteils Friedrichshain, wo wir nächtigten. Frisch aus dem Boden gestampfte Beton-Komplexe und viele Baustellen zieren die Gegend rund um die East Side Gallery. Nichtsdestotrotz genossen wir den Ausblick aus dem 7. Stock des Hampton Hotels und beobachteten bereits früh morgens zahlreiche Touristen beim Bestaunen und Abfotografieren der Mauer.

Das schöne Wetter motivierte uns, für €12 pro Tag Fahrräder beim Nachbarhotel (Holiday Inn) auszuborgen und damit die Stadt zu erkunden. Unsere Route führt uns von Friedrichshain durch Kreuzberg, Schönberg, Wilmersdorf und Schönefeld nach Grunewald.

Mein persönliches Highlight der Radtour war, als wir zufällig die Speakers Arena bei der denkmalgeschützten Wohnbauanlage „Pallasseum“ in Schönefeld entdeckten. Das Kunstwerk bietet die Möglichkeiten, dass man Sprachbotschaften oder Musik auf einer Skulptur aus Lautsprechern abspielt – der Künstler Maubrey bezeichnet es als „Kunst mit sozialer Interaktion“ – das ist ihm definitiv geglückt.

Gefallen haben mir aber auch die schönen Straßen und Villen in Schönefeld und Grunewald, und der Weg durch das Erholungsgebiet, hinauf auf den aus Weltkriegs-Ruinen-Schutt und Müll künstlich angelegten Teufelsberg. Die frühere Abhöranlage am Teufelsberg hat eine lange Geschichte und sollte Heimat von verschiedensten Institutionen werden, unter anderem einer Universität, werden, wird nun aber seit mehreren Jahren von Künstlern gepachtet und kontinuierlich renoviert. Die Anlage dient als Galerie für Graffiti Künstler, ist ein guter Ort zum Abschalten, beherbergt aber auch einiges an Müll und kostet nebenbei €5 Eintritt. Man trinkt dort übrigens Gösser Radler! (wurde in mehreren Getränkekarten von Berliner Lokalen entdeckt)

Empfehlen kann ich einen Besuch des Deutschen Reichstags. Dort werden unterschiedliche Führungen angeboten, an Wochenenden gibt es leider keine Plenarsitzungen, sondern lediglich Eintritt zur Kuppel, die neben einem tollen Ausblick über Berlin auch einige Infos zur Geschichte und berühmten Gebäuden der Stadt bietet. Kostenlose Tickets kann man entweder früh genug online reservieren, oder last minute in einem kleinen Ticket-Office neben dem Reichstagsgebäude ergattern – hier ist allerdings nicht gegeben, dass man für seinen Wunsch-Tag und Uhrzeit tatsächlich einen Slot bekommt.

Auch das leibliche Wohl darf bei einem Berlin Trip nicht zu kurz kommen – in Kreuzberg findet man allerhand Lokale mit sehr internationaler Küche. Getestet haben wir das Maison Umami: tolles Interior, sehr kurze Wartezeiten, gute indochinesische Küche zu günstigen Preisen. Ins Berghain hab ich es leider auch beim dritten Berlin-Besuch wieder nicht geschafft – zu groß war die Lust tagsüber auf Entdeckungstour zu gehen um dann abends erschöpft ins Bett zu fallen. Vielleicht dann beim nächsten Mal. 🙂

berlin museumsinsel

Ein (perfekter) Tag in Athen

Athen eignet sich hervorragend für einen Zwischenstop von oder zu den griechischen Inseln – man kann in nur einem Tag sehr viel fußläufig erkunden und sich so ein gutes Bild der Stadt machen.

Als Einstieg empfehle ich, an einer kostenlosen Walking Tour teilzunehmen. Dadurch bekommt man eine gute Übersicht über die verschiedenen Möglichkeiten zur weiteren Tagesplanung und im Normalfall viel Insiderwissen und Geheimtipps für Lokale. Unsere Stadtführerin Euphrosyne führte uns vorbei am Monastiraki Flohmarkt (jeden Sonntag) zu den bekanntesten Ausgrabungsstätten Athens: griechische und römische Agora (lt. Wikipedia „der zentrale Fest-, Versammlungs- und Marktplatz einer Stadt“), Hadriansbibliothek, Pnyx Hügel (= Platz für Volksversammlungen) und brachte uns die Geschichte Athens humorvoll näher, sodass man selbst mit geringem Interesse für Geschichte bzw. Mythologie etwas aus ihren Erzählungen mitnahm.

Sie empfahl uns, unbedingt das Akropolis Museum zu besuchen und das Parthenon auf dem Akropolis Hügel (weitläufig als „Akropolis“ bekannt), erst ab 18:00 zu besichtigen, da die Kreuzfahrttouristen die Stadt dann bereits verlassen haben.

Stärken kann man sich anschließend im Savvas, einem netten Lokal im Psyri Viertel. Die Gegend besticht durch Restaurants und Bars, lädt tagsüber für eine kurze Kaffee- oder Esspause und hat sicherlich auch nachts einiges zu bieten. Generell gibt es in Athen unglaublich viele Lokale zu entdecken und wie in vielen südeuropäischen Ländern spielt sich viel auf den Straßen ab – die Stadt lebt. Viele nett aussehende Restaurants in sehr steilen Gässchen mit vielen Treppen findet man im Plaka Viertel (bei Touristen sehr beliebt).

Ein besonderes Highlight war das Thision Open Air Kino. Es werden hauptsächlich Indie-Filme in Originalton mit englischen Untertiteln gezeigt und es gibt viele Katzen, die sich gekonnt durch die Sitzreihen und Beine der Besucher schlängeln – perfekt für ein romantisches Date.

Genächtigt habe ich übrigens im B4B Signature Hotel: ausgezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis, top Service, sehr gutes Frühstück; als Lage für den Tagesplan wäre das Psyri Viertel vermutlich noch geeigneter gewesen, 20 Minuten Fußweg zum Startpunkt der Walking Tour waren aber aushaltbar.

Weitere Eindrücke:

Zakynthos – Mainstream Urlaub für Genießer

Ich weiß nicht, warum ich die griechischen Inseln nie als Urlaubsdestination am Schirm hatte, wo es doch das beliebteste Sommer-Urlaubsziel der Österreicher ist – vermutlich genau aus diesem Grund. Nichtsdestotrotz ließ ich mich von meinem Freund überzeugen, Zakynthos eine Chance zu geben und wurde überzeugt.

Vorweg sei gesagt, dass die Insel ausschließlich als Feriendestination dient und, im Gegensatz zum vergangenen Jahr, Billigflieger die Insel von Mai bis September beinahe täglich ansteuern. Eines sollte einem damit klar sein: Das heimische Publikum erobert die Insel.
Nach einem 2h dauernden Flug, ließen wir uns vom Taxi abholen und über baufällige Straßen, vorbei an einer Menge heruntergekommener Häuser und Bauruinen, in unser Hotel nach Vasilikos bringen.

Vasilikos selbst ist ein ruhiger Ort, der hauptsächlich aus Hotels und Sandstränden besteht. Die Liegen an den verschiedenen Stränden sind allesamt kostenpflichtig (zwischen 6 & 16 € pro Tag), dafür bekommt man einen Schattenplatz (dringend nötig in der Sommer-Sonne!), funktionierende Sanitäranlagen und mehrere Beach-Bars sowie Restaurants geboten.

Für den Fall, dass man Abwechslung zum Strand haben möchte, kann man beim lokalen Autoverleih völlig unkompliziert ein Auto oder Moped für 30–80 Euro pro Tag ausborgen. Die „Bikerin“ in mir entschied sich selbstverständlich für ein 125 ccm Moped. Der Derbi Roller war leider eine „richtige Krax’n“, der mit einer Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h in der Horizontalen, 30 km/h bergaufwärts (und Berge gibt es mehr als genug auf der Insel) nur knapp am Organversagen und Altersschwäche (54.000 km lt Tacho!!) vorbeischrammte. Gelohnt haben sich die Ausflugsziele trotzdem allemal. Die schönsten Spots der Insel sind meiner Meinung nach:

  • Shipwreck Bay: per Landweg kann man die Aussicht auf das 1980 in der Buch gestrandete Schiff von oben genießen, Zugang zum Strand ist lediglich per Schiff möglich. (siehe Titelbild)
  • Keri Lighthouse Restaurant: von hier aus genießt man einen traumhaften Blick auf die Mizithres Felsen; noch bessere Fotos gelingen, wenn man dem ca. 800 m langen Schotterweg 100 m vor dem Restaurant folgt!
  • Porto Limnionas Tavern: Die Anreise zum zur Taverne gehörenden Strand ist durchaus abenteuerlich – kurvenreich, steil und doch schön. Der Felsenstrand ist traumhaft zum Liegen und das Wasser, verglichen mit den Stränden im Süden der Insel, herrlich erfrischend. (Info am Rande: es gibt keine Duschen)
  • Küstenstraße VasilikosZakynthos: entlang der Straße gibt es mehrere Lokale mit tollen Terrassen mit Blick auf’s Meer und viele Diskos.
  • Base Rooftop Bar Zakynthos Stadt: toller Ausblick, super Musik, Models als Kellnerinnen.

Mein Fazit nach neun Tagen Zakynthos: wer das große Abenteuer oder viel Kultur sucht, ist hier fehl am Platz; für eine Auszeit am Meer mit Highlights in Form von griechischen Spezialitäten wie Gyros, Tzatziki, gegrilltem Fisch und co bzw kleinen Motorradtouren durch hügelige Landschaften vorbei an schönen Buchten sucht, ist man hier genau richtig. Auch das Preis-/Leistungsverhältnis von Hotels und Gastronomie passt.

Hier noch ein paar visuelle Eindrücke zum Gustieren:

www.derbi.com derbi roller scooter

Thoughts on Havana, Cuba

In my last post I reported about my experience cruising on the Majesty of the Seas. The main destination of the cruise was the Cuban capital Havana. Unfortunately we had only one day on the island which makes it quite hard for me to write a lot about it. Still I would like to share some thoughts that came up during and after the cruise (and of course the beautiful pictures!).

  • Digital detox: There are very little places that offer WIFI and roaming is very expensive.
  • Special currency for tourists: No credit or debit card works, you can only use the CUC, a currency only for tourists which has an exchange rate of almost 1:1 to US dollar.
  • No big corporations: Big companies are not yet present in every corner which means, you won’t find a typical city center with Starbucks next to H&M but rather little stores where you can get the necessities for everyday life.
  • Terrible job situation: You can see the poorness and lack of perspective in people’s faces – hardly surprising when doctors drive taxis instead of working in a hospital because they make much more money in tourism.
  • Great musicians can be found on the streets and in a lot of bars live music is played!
  • Dancing: Cubans love Salsa and are not afraid to give you a personal dancing lesson.
  • Beautiful cars: Now is the time to go there if you want to see the beautiful restored antique cars! With opening the borders, they can import actual cars now, which means the old ones will probably decrease within the next years.
  • Beautiful buildings: The city center is all cleaned up and restored for tourism, but the “real” lively Cuba can also be found just a few streets away.
  • Trash problem: Like in many other developing countries, Cuba doesn’t have a waste management. Trash lies on the streets and is also burned there often.
  • Not feeling 100% safe: People talk to you and follow you sometimes in order to call your attention for their business (bars, restaurants, guided tours, taxis and so on).

Cruise to Cuba with Royal Carribean’s Majesty of the Seas

Would have somebody told me that I’d go on a cruise five years ago, I would have laughed at him. Now that I’ve tried one, I must admit it was an incredible experience that I’d totally do again any time soon. Let me tell you why:

  • The service: The staff’s kindness and service level in general is beyond every hotel I have ever experienced. The staff-passenger-ratio is around 0,35 (~850 staff vs. ~2300 passengers in case of the Majesty of the Seas).
  • The diversity of people regarding nationality and age: Young adults, families, retirees, couples as well as groups of friends from more than 75 nations could be found on board.
  • Making friends with guests/staff from all over the world: you get a table reservation for dinner in advance and have the same company at your table every night (except they ask for a change since you didn’t behave – or the other way around), we were lucky and shared a table with a charming couple from the US/Canada and a very nice lady from Florida.
  • The mood was amazing – everybody was super friendly, in good mood and chatty.
  • If you want to feel special, you will probably stand out of the crowd as Austrian since we were the only Europeans on board (usually Europeans don’t fly to Fort Lauderdale to go on a cruise but rather Miami).
  • Dressing up: Dresscodes for dinner are taken seriously – if you like to wear fancy clothes or suits, you will love a cruise!
  • It’s a big swimming all-inclusive hotel with a lot of entertainment options. In our case we didn’t have the need to watch movies, shows or musicians, but it was nice to know that we had plenty of options all the time.
  • Being offline: With a European SIM card you won’t have access to the mobile network since it’s in most cases too expensive. For me, it was very relaxing to focus on the here and now.
  • You visit many places in a short amount of time (in our case Key West and Havana in four days) –> have a look at our tour here (*)
  • The price-value ratio is very good! Compared to what you get, prices are very fair. (a basic package is around 150€ per person per day all meals and entertainment options included except for alcohol/WIFI/special menus)

Why Royal Carribean?

In my case, the date and availability fit perfectly to my already booked NYC flights, the route sounded interesting, the rating was good and prices ok. I guess you can find other good cruising companies as well (some friends tried others and were also satisfied), but with the experience I made, I can recommend Royal Carribean (No sponsorship – I paid the ticket myself and did not get any benefits from Royal Carribean for promoting them!!) :

  • Easy online booking process
  • Perfect organization: you get all informations online and in the boarding documents tell you exactly what you need to take care of (e.g. schedule, security restrictions, visa, arrival & departure process…)
  • Housekeeping service: the staff was all time ready to make up the room (read: they were always just a few meters away from the rooms and did not only housekeep but also give you tips for tours/bars/places to visit outside of the cruise! )
  • … and of course all points stated above 😉
poolarea on majesty of the seas

What you should consider

  • Seasickness: If you’re getting seasick very easy you are not in a good place on a cruise. You can’t feel the cruise crushing the waves, but a slight seesawing is always present. I felt it when I was lying in bed – it made me fall asleep immediately.
  • Onboard WIFI is expensive and inconvenient due to high latency of the satellite internet connection.
  • Drinks are quite expensive too (compared to Austria) if you don’t book a drinking package in advance or on the first day on board (beer is around 10$, cocktails 15$, an all-inclusive drink package $30 per day).
  • The Cuban Visa was an additional $75 and tips for the crew were also not included and had to be paid afterwards (though there was a possibility to pay them in advance)
  • You don’t have a lot of time at the places you visit – for Key West half a day was perfect because there is just not much to see (except for bars – don’t miss out Sloppy Joe’s!!!). 1 day for Havana was too short (*). I would have needed more time to adapt to the countries circumstances, but read more about the experience in my next post about the Cuban capitol or go to 3 days in magical Havana, Cuba.
  • The boarding process at the port is similar to the airport – security checks every time you enter the cruise or go from board

(*) Currently there are no cruises from the US to Cuba anymore because Trump shut down the route during our trip – which means we were really lucky that we didn’t book a week later ‘cause we would have missed it otherwise.

New York City – die besten Attraktionen

New York, New York – die Stadt, die schon immer meine Liste an Wunsch-Reisedestinationen anführte, hat mich vollends überzeugt. Gierig hab ich sie aufgesogen und mich ganz Teil davon gefühlt. In dieser Stadt wird einem bestimmt nicht fad, sie hat so viel zu bieten, dass man problemlos mehrere Wochen dort verbringen könnte. Ich entschied mich für acht Tage, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Hier ein paar Empfehlungen und Ideen.

  • Empire State Building: klassisch touristisch und trotzdem absolut sehenswert; am besten vor Sonnenuntergang hinkommen um die Stadt bei Tag und Nacht von oben zu sehen und atemberaubende Fotos zu machen. (kostet ca. $40)
  • Central Park: dieses Mal hat es nur für Spaziergänge und Radtouren im Central Park gereicht, beim nächsten Mal möchten ich aber unbedingt Sportkurse besuchen bzw. Jogging-Runden einlegen.
central park running

  • Williamsburg: ein Ausflug nach Williamsburg lohnt sich vor allem am Wochenende. Man kann gemütlich durch Floh- und Designmärkte schlendern (bspw. Brooklyn Flea Market oder  Artists Flea) und anschließend bei einer kostenlosen Führung durch die Brooklyn Brewery teilnehmen oder einfach nur eins ihrer vielen köstlichen Biere testen. Am Rückweg Richtung Manhattan kann man sich dann beim Timeout Market, einer Halle voller kleinerer Foodcourts, mit duftenden Köstlichkeiten stärken.
  • Free Kayaking: am Hudson River gibt es von Mai bis Oktober diverse kostenlose Kayaking Events (z.B. am Pier 84 & 26, sowie Brooklyn Pier 2
  • The-Metropolitan-Museum: berühmt für die jährliche Met-Gala, hat das Kunstmuseum abgesehen von einer riesigen Sammlung an Kunstschätzen von Mai bis Oktober eine Dachterrasse mit Wahnsinns-Ausblick auf den Central Park und die Manhattan Skyline zu bieten! ($25 Museums-Eintritt)
the met terrace view
Ausblick von der Met Terrasse
  • Food-Markets
    •  Im Chelsea Market empfehle ich das Miznon (der israelische Starkoch Eyal Shani hat auch eine Filiale in Wien!) um den berühmten Baby Cauliflower zu testen!
    • Smorgasburg: der Foodmarket besteht aus ca. 100 Ausstellern und findet regelmäßig an verschiedenen Orten statt. Ich hab ihn nicht getestet, ihn aber aufgrund seiner Größe als nicht uninteressant eingestuft.
  • 9/11 Memorial: das Museum rund um die Terroanschläge des 11. September 2001 ist stets gut besucht – es ist sehr mitreißend und aufgrund zahlreicher Videos keinesfalls langweilig. Wer interessiert ist, sollte sich schonmal drei bis vier Stunden einplanen.
wtc shopping center

  • Ausflug nach Coney Island: für einen Ausflug nach Coney Island sollte man zumindest einen halben Tag einplanen, da man von Manhattan etwa 45 Minuten mit der Metro bis zum Strand fährt. Wenn man das Bedürfnis nach ein bisschen Erholung vom Großstadt-Trubel verspürt, ist man hier genau richtig. Neben gemütlichem Flanieren am Holzsteg entlang des Sandstrands (falls das Wetter es zulässt evtl. auch Baden & Sonnen) kann man den Luna Freizeitpark und das Aquarium besuchen oder einen Hotdog bei Nathan’s testen (von dort kommen die Hotdogs für das berühmte Hotdog-Wettessen am 4. Juli). Hat man noch Zeit zur Verfügung, empfehle ich auch einen Spaziergang durch die Nobel-Wohngegend in Manhattan Beach und anschließend weiter nordwärts durch das „echte Brooklyn“einem Multi-Kulti Wohnviertel.
  • Radausflug nach Staten Island: in jedem Reiseführer liest man, dass man die kostenlose Staten Island Ferry nutzen sollte, um einerseits tolle Skyline Fotos zu schießen und andererseits einen näheren Blick auf die Freiheitsstatue zu erhaschen, aber niemand empfiehlt eine Tour durch Staten Island. Für eine Entdeckungstour abseits vom Massentourismus sollte man sich definitiv Räder ausleihen, diese mit auf die Fähre bringen und dann eine kleine Radtour durch das verschlafene Staten Island machen! Zu sehen gibt es viele Einfamilienhäuser, viel grün, und reichlich Höhenmeter!
  • Ping Pong im Bryant Park: täglich ab 15:00 treffen sich internationale Ping Pong Champions im Bryant Park und veranstalten Battles, wo jeder teilnehmen kann! Ich hab leider nur eine Doku darüber gesehen, werde mir das Spektakel beim nächsten Besuch aber keinesfalls entgehen lassen.
  • Yankees Spiel: dass Baseball eine der amerkanischen Nationalsportarten schlechthin ist, ist wohl ungemein bekannt – insofern sollte man sich bei Gelegenheit ein Spiel der NY Yankees anschauen (Tickets gibt es ab ca. 13$ – hier am besten früh genug buchen) und sich ganz Amerikaner fühlen (am besten ein Cap aufsetzen und den riesigen Getränkebecher mitnehmen!)
  • TV Shows: für den nächsten NY-Aufenthalt steht ein Besuch im TV Studio für eine Aufzeichnung von der Tonight Show mit Jimmy Fallon am Programm. (hier gibt’s einige Hinweise, wie man an Tickets gelangt)
  • Freiluft Kino: an vielen Orten gibt zwischen Mai und Oktober die Möglichkeit Kino unter freiem Himmel zu genießen.
  • Broadway Musical: ein absolutes Muss ist der Besuch eines des unzähligen Theater am Broadway um ein Musical oder eine Theateraufführung mit Starbesetzung zu sehen. Tickets für denselben Tag versucht man am besten über den täglichen, meist morgendlich stattfindenden „Rush“ Verkauf zu ergattern – einfach früh genug an der Theaterkassa sein, in unserem Fall genügten 30 Minuten vor offiziellem Verkaufsstart und last minute eines der wenigen begehrten günstigen Tickets (ca. 30 bis 50$) erhalten. Ansonsten kann man sein Glück auch über die vielen online Ticket Lotteries versuchen, wo man die Option auf ein günstiges Ticket bekommen kann. Alle Infos dazu findet man hier.

weitere Impressionen…

Amsterdam – Travel & Food Guide

Amsterdam ist der für mich perfekte Ort für entspannte Tage (und nein, der Besuch eines Coffeeshops gehört für mich nicht dazu ;-)). Die Stadt bietet unglaublich viele kulinarische Highlights – die Anzahl der Lokale ist, genau wie die Anzahl an Fahrrädern, immens. Hier findet man eine Zusammenfassung, von den Lokalen die ich bei den letzten beiden Besuchen getestet und für gut befunden habe, sowie ein paar generelle Tipps für die Stadt.

Restaurants, Bars & Cafes

  • The Avocado Show: Das viel-gehypte Frühstücksrestaurant hat uns ein wenig enttäuscht. Die Gerichte waren gut, mein veganes Avocadobrot war mir zu wenig gewürzt, dafür schön angerichtet. Bemängeln muss ich auch die im Lokal herrschende Kälte, selbst mit Jacke haben wir nach einer halben Stunde gefroren. Leider ging es uns in fast allen Lokalen so, entweder heizen die Amsterdamer gefühlt zu wenig, oder sie waren auf die Kältefront Anfang Mai schlichtweg nicht vorbereitet.
  • CT – Coffee and Coconuts: Wie der Name bereits sagt, könnte dieses Lokal auch auf Bali oder einem anderen Surf-Hotspot sein. Das Ambiente ist sehr relaxt, die Karte voll mit Superfoods. Das Avocadobrot, Bier und Tom Collins waren sehr lecker.
  • Lavinia: Im Lavinia wird viel Wert auf Biolebensmittel gelegt. Sämtliche Gerichte waren liebevoll angerichtet, das Porridge hat sehr gut geschmeckt und gesättigt. 
  • REM Eiland Restaurant: Dieses Lokal kann ich hauptsächlich wegen der Kulisse rundherum, dem großartigen Ausblick und seiner Einzigartigkeit (umgebaute Radiostation im Wasser) empfehlen. Probiert haben wir den Aperol Sprizz (nicht empfehlenswert) und die Käseplatte (gut).
  • Winkel 43: Das Winkel haben wir ausschließlich wegen der Apfelkuchen-Empfehlung in diversen Reiseführern/Blogs besucht. Der Apfelkuchen war gut, aber sicher nicht außergewöhnlich. Der Preis war für Amsterdamer Verhältnisse günstig (€4,40), das Ambiente recht gemütlich.
  • Spanjier en van Twist: Direkt an der Lelie-Gracht kann man entspannt in der Sonne ein Gläschen Aperol Sprizz (€9,50) genießen. Wir haben 2 Vorspeisen probiert – Nachos und Quesadilla – und waren von beiden begeistert. Geschmacklich waren sie ausgezeichnet und von der Größe her könnten sie auch als Hauptgerichte durchgehen.
  • Door 74: Das Door 74 ist, wie es sich für eine „hidden bar“ gehört, gut versteckt – ohne die Hilfe eines netten Kellners aus dem Restaurant nebenan, hätte wir wohl nicht reingefunden. Die Cocktails waren sehr gut, der Service top.

Hotels

Amsterdam ist generell recht teuer. Hotelzimmer im Zentrum gibt es ab etwa €150/Nacht, zu unserem Zeitraum waren sie (vermutlich wegen der spontanen Reiseplanung) noch teurer – wir entschieden dann, ein günstigeres Hotel (~€100/Nacht) abseits vom Zentrum zu nehmen. Das „New Kit“ befindet sich direkt an der Öffi-Station „Burg.de Vluglaan“, von wo man etwa 25 min ins Zentrum braucht. Die Zimmer waren sehr modern eingerichtet, die Betten gemütlich, alles sehr sauber, einzig Frühstück gibt es keines, abgesehen von Kaffee und Croissants.

Musik & Kultur

  • Concertgebouw: jeden Mittwoch um 12:30 findet dort eine frei zugängliche, kostenlose Probe des Orchesters statt
  • Bimhuis: Dienstag ab 20:00 kann man verschiedenen Jazzmusikern bei einer Jam-Session lauschen, ab 22:00 werden die gemeinsam einstudierten Stücke im Cafe vorgetragen
  • Dutch Opera: ähnlich wie im Concertgebouw gibt es auch dort jeden Dienstag um 12:30 Kostproben von verschiedenen Musikern/Tänzern bei der öffentlichen Probe
  • World Press Photo Ausstellung:  die Ausstellung findet noch bis 7. Juli 2019 in der Nieuwe Kerk statt; €12,50 Eintritt
  • Grachtenfahrt: hierbei kann man ganz entspannt einen Überblick über die Sehenswürdigkeiten und Geschichte der Stadt gewinnen
  • Heineken Experience: empfehlenswert, der Eintrittspreis von €18 ist durch die 3 inkludierten Gläser Bier gerechtfertigt

Generelle Tipps

  • Öffi-Ticket: Der 3 Tage Amsterdam Pass um €28 beinhaltet die Fahrt vom Flughafen und retour und reicht vollkommen, wenn man nur Attraktionen innerhalb der Stadt erkunden möchte. Hat man ein Hotel im Zentrum, kann man eventuell sogar darauf verzichten und die Stadt stattdessen mit dem Fahrrad erkunden (wurde beim letzten Amsterdam Besuch getestet)
  • Bei Schönwetter empfiehlt es sich, Fahrräder auszuborgen und die überall vorhandene Fahrradspur zu testen. Als Fußgänger muss man sich in Acht nehmen, Radfahrer sind meist sehr schnell unterwegs und Mopeds dürfen die Spur ebenfalls nützen.
  • Rooftop Bars: einen guten und kostenlosen Überblick kann man sich z.B. von der Skybar im Hilton Hotel verschaffen (gratis Popcorn zu überteuerten Getränken ist inkludiert)
  • Großartige Foto Locations findet man im Stadtteil „Noord“, einem aufstrebenden Industriegebiet am Wasser; dort sind auch die Flohmarkthallen IJ, die NDSM Werft und mehrere nette Lokale am Wasser, unter anderem das Cafe De Ceuvel, wo man bei Schönwetter so richtig die Seele baumeln lassen kann
  • Anne-Frank-Haus: die Tickets sind nur online verfügbar und sollten mindestens 2 Monate im Vorhinein gebucht werden
  • Gratis Sehenswürdigkeiten: folgende Liste kann ich empfehlen https://alittlenomad.com/blog/free-things-to-do-in-amsterdam/

Oslo – wie man es sich (nicht) vorstellt

Von einer Reise geht’s auch schon zur nächsten! Skandinavien stand schon länger auf meiner Reise-Wunschliste, insofern traf sich die Einladung eines in Oslo lebenden Freundes natürlich gut um erste Skandi-Luft außerhalb von IKEA und Möchtegern-Hipster Cafes im Skandi-Stil zu schnuppern.

Mit Norwegian ist man von Wien in 2h 15min am Flughafen Gardermoen, wo uns bereits beim Anflug eine traumhafte Schneelandschaft begrüßte. Innerhalb von 30min kommt man mit dem Zug um etwa €10 ins Zentrum. Die wunderschöne Zugfahrt führte uns durch unberührte, verschneite Felder und Ortschaften. Die Tour hat mir noch mehr Vorgeschmack auf den (gedanklich bereits geplanten) nächsten Norwegenbesuch gemacht, der die 7 stündige Fahrt von Oslo nach Bergen mit dem Zug beinhaltet. Die Zugstrecke soll eine der schönsten Europas sein.

Was uns (schon am Flughafen) aber auch in der Stadt auffiel waren die nicht geräumten Gehsteige, die uns nicht nur einmal ins Schlittern brachten (auch nüchtern!). Es wird nur Kies gestreut, gutes Schuhwerk wird also dringend empfohlen!
Vom vielen Matsch (= Schneemengen + Plusgrade + Regen) ließen wir uns jedoch nicht abhalten, die Stadt zu Fuß zu erkunden – auch im Hinblick auf die Öffi-Preise (etwa €3,70 für ein Einzelticket innerhalb der Kernzone). Unser Hotel befand sich in der Karl Johans Gate, der Haupt-Einkaufsmeile der Stadt. Von dort aus ist man innerhalb weniger Minuten beim Hauptbahnhof und einigen Sehenswürdigkeiten, wie der Oper, dem 22 juli senteret („Breivik Mahnmal„), dem königlichen Schloss, dem Rathaus oder auch der Festung Akershus. Wir entschieden uns für eine 1,5 stündige Führung hinter die Kulissen der Oper und den Besuch des Breivik Mahnmals – beides gefiel mir sehr gut und kann ich definitiv weiterempfehlen. Das Mahnmal existiert noch bis zum Sommer in seiner momentanen Form – direkt im Gebäude, vor dem die Bombe gezündet wurde. Danach wird es an einen neuen Ort übersiedeln.

Empfehlenswert ist auch ein Spaziergang im Frognerpark, der über 200 Statuen des Künstlers Vigeland beherbergt.

Folgende Aktivitäten sind sich dieses mal leider nicht ausgegangen, aber für den nächsten Oslo Besuch im Winter eingeplant:

  • Korketrekkeren: eine Rodelbahn zwischen 2 Metrostationen – man fährt mit der Metro auf den Berg und rodelt von dort runter bis zur nächsten Station
  • Sauna: neben der Oper gibt es öffentliche Saunas von denen man auf den Hafen blickt (Eintritt ca €20) oder auch Saunaboote zum Ausborgen; als Gruppe bestimmt sehr lustig!
  • Holmenkolmen: die Skisprungschanze ist nur unweit von der Stadt entfernt und soll lt. diversen Reiseblogs/-führern auch sehr interessant sein

Restaurant-, Bar- & Hoteltipps

  • Comfort Karl Johan: ein modern eingerichtetes, sehr hippes Hotel mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis. Tolle Lage, ausgezeichnetes Frühstücksbuffet, passables Zimmer (nicht besonders groß und recht zweckmäßig eingerichtet), dafür schönes Badezimmer und für die Sportlichen gibt es auch ein Fitnesstudio)
  • HIMKOK: anscheinend die 2. beste Cocktailbar Europas mit hauseigener Destillerie; 1A Drinks! (Cocktails kosten ca €13)
  • typisch norwegische Speisen die man probieren sollte: Pinnekjøtt (gepökelte Lammrippen) mit gekochten Kartoffeln wurde uns von unserem Gastgeber serviert, als Pescetarierin bekam ich alternativ ein gedämpftes Lachsfilet (geschmacklich kannte ich keinen Unterschied zum Lachs den man hierzuladen serviert bekommt – gut war er allemal); zum Frühstück gabs unter anderem frisches (dunkles sowie helles) Brot mit Braunkäse, der seine Farbe und die Karamellnote durch das Karamellisieren des Milchzuckers erreicht;

Fazit

  • auffällig waren die ungeräumten Gehsteige, teilweise in furchtbarem (Oslo unwürdigem) Zustand – wettermempfindlichen Reisenden empfehle ich, die Stadt zu einer weniger feuchten Jahreszeit zu besuchen
  • Oslo ist zwar weniger teuer als erwartet (etwa 1,5 facher Preis für Hotels/Restaurants/Eintritte etc verglichen mit Wien), einzig Bier ist selbst im Supermarkt eine ziemlich kostspielige Angelegenheit (Dose ab 25kr)
  • sämtliche Restaurants/Cafes/Bars boten gutes Essen und vernünftige Portionsgrößen von denen man auch satt wurde
  • 2 Tage sind ausreichend um die wichtigsten Touristenattraktionen zu erleben
  • beim nächsten Mal Badekleidung einpacken, um die Sauna(boote) testen zu können und danach evtl auch in die Nordsee zu springen
  • bei genügend Schnee unbedingt die Rodelbahn (Korketteren) testen, sowie die Skisprungschanz am Holmenkolmen besichtigen