Zakynthos – Mainstream Urlaub für Genießer

Ich weiß nicht, warum ich die griechischen Inseln nie als Urlaubsdestination am Schirm hatte, wo es doch das beliebteste Sommer-Urlaubsziel der Österreicher ist – vermutlich genau aus diesem Grund. Nichtsdestotrotz ließ ich mich von meinem Freund überzeugen, Zakynthos eine Chance zu geben und wurde überzeugt.

Vorweg sei gesagt, dass die Insel ausschließlich als Feriendestination dient und, im Gegensatz zum vergangenen Jahr, Billigflieger die Insel von Mai bis September beinahe täglich ansteuern. Eines sollte einem damit klar sein: Das heimische Publikum erobert die Insel.
Nach einem 2h dauernden Flug, ließen wir uns vom Taxi abholen und über baufällige Straßen, vorbei an einer Menge heruntergekommener Häuser und Bauruinen, in unser Hotel nach Vasilikos bringen.

Vasilikos selbst ist ein ruhiger Ort, der hauptsächlich aus Hotels und Sandstränden besteht. Die Liegen an den verschiedenen Stränden sind allesamt kostenpflichtig (zwischen 6 & 16 € pro Tag), dafür bekommt man einen Schattenplatz (dringend nötig in der Sommer-Sonne!), funktionierende Sanitäranlagen und mehrere Beach-Bars sowie Restaurants geboten.

Für den Fall, dass man Abwechslung zum Strand haben möchte, kann man beim lokalen Autoverleih völlig unkompliziert ein Auto oder Moped für 30–80 Euro pro Tag ausborgen. Die „Bikerin“ in mir entschied sich selbstverständlich für ein 125 ccm Moped. Der Derbi Roller war leider eine „richtige Krax’n“, der mit einer Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h in der Horizontalen, 30 km/h bergaufwärts (und Berge gibt es mehr als genug auf der Insel) nur knapp am Organversagen und Altersschwäche (54.000 km lt Tacho!!) vorbeischrammte. Gelohnt haben sich die Ausflugsziele trotzdem allemal. Die schönsten Spots der Insel sind meiner Meinung nach:

  • Shipwreck Bay: per Landweg kann man die Aussicht auf das 1980 in der Buch gestrandete Schiff von oben genießen, Zugang zum Strand ist lediglich per Schiff möglich. (siehe Titelbild)
  • Keri Lighthouse Restaurant: von hier aus genießt man einen traumhaften Blick auf die Mizithres Felsen; noch bessere Fotos gelingen, wenn man dem ca. 800 m langen Schotterweg 100 m vor dem Restaurant folgt!
  • Porto Limnionas Tavern: Die Anreise zum zur Taverne gehörenden Strand ist durchaus abenteuerlich – kurvenreich, steil und doch schön. Der Felsenstrand ist traumhaft zum Liegen und das Wasser, verglichen mit den Stränden im Süden der Insel, herrlich erfrischend. (Info am Rande: es gibt keine Duschen)
  • Küstenstraße VasilikosZakynthos: entlang der Straße gibt es mehrere Lokale mit tollen Terrassen mit Blick auf’s Meer und viele Diskos.
  • Base Rooftop Bar Zakynthos Stadt: toller Ausblick, super Musik, Models als Kellnerinnen.

Mein Fazit nach neun Tagen Zakynthos: wer das große Abenteuer oder viel Kultur sucht, ist hier fehl am Platz; für eine Auszeit am Meer mit Highlights in Form von griechischen Spezialitäten wie Gyros, Tzatziki, gegrilltem Fisch und co bzw kleinen Motorradtouren durch hügelige Landschaften vorbei an schönen Buchten sucht, ist man hier genau richtig. Auch das Preis-/Leistungsverhältnis von Hotels und Gastronomie passt.

Hier noch ein paar visuelle Eindrücke zum Gustieren:

www.derbi.com derbi roller scooter

Sansibar – Nungwi Beach

Gleich mal vorweg: Solltest du gefährdet sein, starkes Fernweh bei hübschen Strandfotos zu entwickeln – schau lieber nicht weiter! 😉
Nungwi Beach ist wirklich ein Traumstrand wie er im Bilderbuch steht: feiner weißer Sand und hellblaues Wasser, Ruhe & Entspannung pur!
Ich glaub zum Strand muss ich nicht mehr viel sagen, die Bilder sprechen schon für sich – wir haben einen wirklich feinen Tag dort verbracht.
Die Fahrt dorthin war dafür weitaus abenteuerlicher: Für $50 engagierten wir einen Fahrer, der uns den ganzen Tag zur Verfügung stand und uns überall hinkutschiert – von Stone Town aus sind es etwa 60km bis Nungwe. Nach nicht einmal 10km wurden wir das erste Mal von der Polizei aufgehalten weil unser Fahrer scheinbar zu schnell unterwegs war. Auf der Hauptstraße sind 80km/h erlaubt und soweit ich gesehen hab, hat der Tacho auch nie mehr als 80 angezeigt. Der Polizei war das aber herzlich egal und sämtliches Bitten und Betteln half nichts und unser Fahrer musste eine seiner Sicherheits-plaketten abgeben. (Taxifahrer müssen diese auf ihren Fahrzeugen kleben haben, daran erkennt man ob es sich um ein „sicheres“ Taxi handelt). Zuerst hab ich geglaubt, er muss seinen Führerschein abgeben und wir stehen dann ohne Fahrer in der Pampa, doch die Fahrt ging schnurstracks weiter. Die nächste Hürde ließ allerdings nicht lange auf sich warten – andere Polizisten, selbes Spiel und der Fahrer verlor seine zweite Plakette. Er hat uns dann erklärt, dass die tansanische Polizei sehr korrupt ist und Leute einfach grundlos anhält und Geld von ihnen verlangt oder wichtige Ausweise/Dokumente einfordert die dann später gegen Bargeld ausgelöst werden können. Genau das tat unser Chauffeur dann auf der Rückfahrt, so bekam er zumidndest eine Plakette wieder.nungwi-1
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