Hanoi & Halong Bucht

Im Februar erfüllte ich mir einen lang ersehnten Traum und reiste endlich in den Vietnam. Von Bekannten und diversen Reiseblogs hatte ich extrem viel Positives über das Land und seine Bewohner erfahren sodass ich unbedingt hinwollte. Mein Papa stellte sich freundlicherweise, nach kurzer Überredungszeit, als Reisebegleitung zur Verfügung. Gemeinsam planten wir eine grobe Route für die zwei-wöchige Reise im Februar. Da die Flüge nach Hanoi günstiger waren, entschlossen wir uns dazu, die Reise im Norden zu starten. Mit Rucksack, einem ungefähren Zeitplan und großer Vorfreude ging es dann am 15.2.2018 los.

Hanoi & Halong Bay

Tag 1 & 2

Hinflug mit Qatar Airways von Wien mit einem Zwischenstop in Doha. Hier machten wir erste Reisebekanntschaften mit Manfred und Stefan, ein Vater/Sohn Duo aus Bayern, die ebenfalls für 3 Wochen mit dem Rucksack durch Vietnam reisten.
Der Weiterflug nach Hanoi gestaltete sich recht angenehm da es ein nur halbvoller Nachtflug war und uns somit den Komfort einer Dreiersitzbank pro Person bot.

In Hanoi angekommen konnten wir problemlos einreisen da wir uns als Österreicher schon vor Abflug um die Visa kümmern müssen haben (€85 für ein 30 Tage Touristenvisum – gibt’s auf der Botschaft in Wien). Für Deutsche gelten andere Bestimmungen und sie können direkt bei der Einreise ein 15 Tage Visum um $25 erwerben.

Mit dem Taxi gings weiter in unser Hotel. (hier sind wir gleich das erste Mal übers Ohr gehauen worden – das Taxi kostete uns $24 Dollar, also mindestens das doppelte als Normalpreis)
Dort genossen wir erstmal ein Frühstück und erkundeten gleich im Anschluss zu Fuß die Stadt. Unser Hotel hieß Labevie und befand sich in der „Altstadt“, umgeben von einer Vielzahl an Restaurants.

Wir waren überwältigt von der Menschenmenge sowie dem regen Treiben auf den Straßen (und das obwohl gerade das Tet Fest, ähnlich dem chinesischen Neujarhsfest, stattfand wo die meisten zu ihren Familien aufs Land fahren).
Ein anderer Reisender hat gemeint, man kann sich Hanoi als riesigen Ameisenhaufen vorstellen: am Anfang wirkt alles sehr chaotisch, aber eigentlich funktioniert doch alles.
Schwer taten wir uns am Anfang auch mit den nicht eingehaltenen Verkehrsregeln: Ampel rot, keinen juckts. Jeder fährt wo er gerade Platz für sein Moped findet (es gibt gefühlt gleich viel Mopeds wie Menschen!) und als Fußgänger macht mans genauso, 6-spurige Straße überqueren – einfach losgehen, die Autos nehmen einen schon wahr.

Die Auswahl an Sights in Hanoi ist eher begrenzt, unsere Highlights waren:

  • Wasserpuppentheater in der Pho Dinh Tien Poang Straße: für schlappe 2€ bekommt man 45 Minuten Unterhaltung. Wasserpuppentheater kann man sich, wie der Name schon sagt, so vorstellen: Es gibt ein Becken mit Wasser und eine Art Vorhang/Sichtschutz hinter dem die Puppenspieler dahinter und ihre Puppen im Wasser zum tanzen bringen. Weiters gibt es eine Band die das ganze musikalisch begleitet sowie einen Geschichtenerzähler.
  • Hoa Lo Prison („Hilton“): Früher diente es als Kriegsgefängnis, heute eher als eine Art Propaganda-Tempel.
    * Vietnam Military History Museum: hier gibt’s eine Sammlung an alten Kriegsgeräten – Flugzeuge/Hubschrauber/Panzer/Waffen. Sehr stolz sind sie auf alles was sie den Amerikanern im Krieg abnehmen konnten.
  • Train Street: eine sehr enge Straße auf der zweimal pro Tag der Zug durchfährt – sobald der Zug kommt räumen die Bewohner ihre Märkte/Verkaufsstände von den Gleisen und stellen sie danach wieder auf
  • Backpacker Viertel: hier reiht sich ein Cafe neben Restaurant neben Bar. Es ist unmöglich hier nicht auf seine Kosten zu kommen. Besonderen Restauranttipp hab ich gar keinen denn das Essen ist generell köstlich und sehr günstig in Vietnam (für Europäer). Alles wird frisch zubereitet, die Zutaten kommen alle aus Vietnam (das Land ist unglaublich fruchtbar, es gibt fast nichts was dort nicht wächst).
    Eine Zutat die in fast keinem Gericht fehlt ist Fischsauce – sie gibt den bereits sehr fein abgeschmeckten Gerichten nochmal ein besonderes Extra an Geschmackserlebnmis.

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Hanoi Military History Museum
Hanoi Military History Museum
~5 Millionen Mopeds gibt es in Hanoi
~5 Millionen Mopeds gibt es in Hanoi
Nicht ganz so sauber verlegte Kabel..
Nicht ganz so sauber verlegte Kabel..
Ho Chi Minh Mausoleum
Ho Chi Minh Mausoleum
Wasserpuppentheater
Wasserpuppentheater

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Tag 3 & 4

Für Tag 3 wollten wir einen Ausflug in die berühmte Halong Bay machen. Generell empfehle ich Ausflüge/Touren erst in Vietnam in Hotels oder Reisebüros zu buchen da es dort normalerweise sehr viel günstiger ist, als von zu Hause aus und auch spontane Buchungen (zB für den nächsten Tag) gar kein Problem darstellten
Unser Rezeptionist Christian buchte uns somit gleich für den nächsten Tag eine zweitägige Kreuzfahrt mit diversen Aktivitäten. (Kostenpunkt: $150 pro Person)
Wir wurden mit einem kleinen Shuttlebus direkt beim Hotel abgeholt und fuhren dann etwa 4h bis wir in Ha Long waren. Von dort nahmen wir ein Motorboot bis zum Kreuzfahrtschiff (wie man im Bild erkennen kann glich es optisch eher einem Piratenschiff). Ein gorßer Pluspunkt war, dass wir nur knapp 20 Personen an Board waren und das ganze somit sehr familiär gehalten wurde. Man lernte sich schnell kennen und verstehen und verbrachten einen sehr schöne Zeit an Deck mit den anderen Touristen (Deutsche, Franzosen, Amerikaner).

Halong Bay war unglaublich entspannend, und genau, was wir nach zwei Tagen Hektik in Hanoi brauchten. Wir ließen die eindrucksvollen Felseninseln und die mystische Stimmung auf uns wirken während wir gemütlich ein Saigon Bier tranken. Später „entführte“ uns unser Guide Thui zu einer Kanutour zwischen den Felsen und erzählte uns die Geschichte der Bucht näher – ganz verstanden haben wir sie nicht, aber Drachen waren ein wesentlicher Bestandteil der Story.
Abends lernten wir wie man Spring Rolls macht und genossen ein köstliches Abendessen mit verschiedenen Gerichten wo sich jeder bedienen konnte. Am nächsten Morgen gingen wir eine Runde Fischen – leider waren wir noch besonders erfolgreich und verloren gleich auf den ersten paar Metern das Netz welches uns eigentlich die Fische fangen sollte – somit verbrachten wir die nächste halbe Stunde damit, nach dem Netz zu fischen und waren auch anschließend nicht erfolgreich. Mittagessen bekamen wir trotzdem, und die Gerichte schmeckten auch dieses mal ausgezeichnet. Anschließend machten wir uns auf den Retourweg nach Hanoi.

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