Kurzurlaub Kampanien

Lang ist es her, dass ich den letzten Eintrag verfasst habe, allerdings war ich auch länger nicht mehr unterwegs, da ich die letzten Monate über mit dem Verfassen meiner Bachelorarbeit beschäftigt war. Letzte Woche war es dann aber endlich soweit, dass ich wieder verreisen „durfte“. Diese Mal ging es mit meiner Familie nach Italien, genauer gesagt nach Neapel. Unsere Reise startete in München, von wo aus wir mit Transavia sehr günstig nach Neapel geflogen sind. Nach einer kurzen Flugzeit von nur etwa 90 Minuten landeten wir sicher in Neapel. Vom Flughafen ging es dann mit dem Taxi ins Zentrum der Altstadt. Selbstverständlich durften wir den Touristenpreis bezahlen womit das Taxi bei der Hinfahrt statt €20, gleich €30 für fünf Personen gekostet hat. Hier empfiehlt es sich, die offiziellen Taxipreise vorher anzusehen und den Preis schon vor dem Einstieg mit dem Taxifahrer zu vereinbaren. Zugegebenermaßen wusste ich vor der Ankunft noch nicht recht, was mich in Neapel, der drittgrößten Stadt Italiens mit einer Million Einwohnern, erwarten würde. Während der Taxifahrt konnte ich mir dann ein Bild von der doch recht schmutzigen und ungepflegten Stadt machen. Die heruntergekommenen Fassaden und Stromleitungen an den Außenmauern erinnerten mich ein bisschen an Afrika, es störte mich aber keineswegs, da die Stadt  vor Leben sprüht! Das historische Stadtzentrum ist zwar in keinem besseren Zustand, besticht aber durch viele enge Gassen, winzige Shops in denen hauptsächlich Antiquitäten und Souveniere verkauft werden. Gewohnt haben wir im B&B Il Conservatorio, einer kleinen, aber wirklich feinen (und günstigen) Privatunterkunft mit nur vier Zimmern, die erst heuer eröffnet wurde und deshalb frisch renoviert und sehr schön eingerichtet ist. Die wenige Zeit, die wir dort verbracht haben, weil wir die meiste Zeit Ausflüge gemacht haben, haben wir sehr genossen. Unsere Ausflugsziele haben wir alle mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht. Für uns hat es sich gelohnt, die 3-Tage Artecard zu kaufen, da man damit fast alle öffentlichen Verkehrsmittel der Region Kampanien benutzen kann und sehr viele Sehenswürdigkeiten inkludiert sind, wobei man in den ersten beiden freien Eintritt hat und für die anderen dann den halben Preis bezahlt. Nach Ercolano, Pompeij und zum Vesuv kommt man beispielweise mit der Circumvesuviana, einer Zuglinie die beim Hauptbahnhof in Neapel startet.

  • Vesuv: Mein absolutes Highlight war die Tour auf den Vesuv. Wir haben die Bustour von der Station Pompeii aus gemacht, und sind zuerst mit dem Bus bis zum Tor des Nationalparks gebracht worden und dann in einen Safaribus, der eine Mischung aus Bus und LKW war, umgestiegen sind. Dann folgte eine sehr abenteuerliche Fahrt die mich ein bisschen ans Tagada beim Volksfest erinnert hat. Oben angekommen folte dann ncoh ein 20 minütiger Fußmarsch bis zum Krater. Entlang des ganzen Wanderweges kann man bei Schönwetter eine tolle Aussicht über die ganze Küstenregion genießen. An der Spitze erwartet einen ein kleiner Souvenierladen und einen Guide der einen über die Geschichte des Vesuvs aufklärt. Kostenpunkt: €19, die die Tour aber definitiv Wert ist!
  • Pompeij/Ercolano: Pompeij, welches 79 n Chr. bei einem Vulkanausbruch verschüttet wurde, ist wohl jedem ein Begriff. Ich habe mir unter den Ausgrabungen ein paar Steinhaufen und Säulenüberreste vorgestellt, tatsächlich ist es aber eine ganze Stadt in der viele Gebäude noch sehr gut erhalten sind und man teilweise sogar noch Malereien bestaunen kann. Der gute Zustand der Gebäude rührt auch daher, dass mit die Stadt bis 1748 verschüttet und so konserviert wurde. Aufgrund der beeinruckenden Größe von 45ha sollte man sich dafür auf jeden Fall 3h Zeit nehmen. (Tipp: jeden ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt frei) Ercolano habe ich selbst zwar nicht besucht, wird aber auch als „die kleine Schwester Pompeijs“ bezeichnet, da die freigelegte Fläche um einiges kleiner ist. Wenn man einen kürzeren Besuch einer archäologischen Ausgrabungsstätte bevorzugt, sowohl von der Zeit als auch den Fußwegen her, ist Ercolano vermutlich die bessere Wahl.
  • Sorrent/Amalfiküste/Capri: Wer gerne mit dem Schiff fährt wird in Kampanien bestens bedient: von Neapel aus kann man diverse Inseln, wie zB Capri mit der Fähre besuchen. Wir wollten ursprünglich eine Küstentour entlang der Amalfiküste machen und sind dafür nach Sorent gefahren, haben dann aber leider feststellen müssen dass das Schiff in der Nebensaison nur zwei mal täglich fährt und wir die Abfahrt verpasst haben. Somit haben wir spontan entschieden von dort aus zur Urlaubsinsel Capri zu fahren. Capri war zwar hoffnungslos von Touristen überlaufen, hat uns aber trotzdem sehr gut gefallen. Wir waren im kristallklaren Wasser baden, und genossen die kitschige Landschaft von der höher gelegenen Hauptort aus. Die einfache Fahrt kostet ca €18, sowohl von Neapel als auch Sorrent aus.
  • Caserta: Caserta ist etwa eine halbe Stunde Zugfahrt nördlich von Neapel. Es gibt dort einen Königspalast mit mehr als 2000 Zimmern, der durch seine Größe wirklich eindrucksvoll ist, aber ansonsten nicht viel hergibt, da die meisten Räume eine Renovierung nötig hätten und auch wenig vom Originalinterior vorhanden ist.
  • Pizza: Restauranttipps hab ich leider keine, außer die Pizzeria Vesi gleich in der Nähe unseres B&Bs wo wir fast jeden Tag Pizza Margherita mit Büffelmozzarella genossen haben. Generell kann ich nur empfehlen in der Heimat der Pizza auch einmal eine zu essen, da sie einfach sehr viel besser schmecken als die Pizzen die man hierzulande bekommt.
  • Sehenswürdigkeiten in Neapel: Auch Neapel hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Interessant fand ich den Piazza de Plebiscito, der von außen sehr dem Petersplatz im Vatikan und von innen dem Pantheon ähnelt. Den Königspalast welcher sich daneben befindet haben wir ebenfalls besucht, leider war etwa die Hälfte der Räume wegen Renovierung gesperrt und die andere Hälfte hätte auch dringend eine Renovierung benötigt. Den vollen Eintritt würde ich dafür nicht bezahlen, wenn man aber wie wir noch einen freien Eintritt in der Artecard hat, dann kann man es durchaus besichtigen. Castel Nuovo und Castel St Elmo hätte ich, wenn ich noch einen Tag gehabt hätte eventuell auch besichtigt. Kirchen gibt es an jeder Ecke Neapels, einige davon sind durchaus sehenswert.Insgesamt kann ich Kampanien als Reiseziel sehr empfehlen, da es viel zu bieten hat: Kunst, Kultur, Natur, Genuss & italienisches Flair. 🙂

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Restauranttipps Madrid

Bereits im Vorfeld haben wir neben den Sehenswürdigkeiten die wir uns ansehen wollten, auch ein paar Lokale herausgesucht die wir unbedingt besuchen wollten, um Spanien auch in kulinarischer Hinsicht besser kennenzulernen.

La Rollerie
La Rollerie bezeichnet eine spanische Restaurantkette mit mehreren Filialen in Madrid und Valencia. Da sich eine direkt vor der Haustür unseres AirBnb Apartments befand, nützten wir die Gelegenheit und gingen zwei mal dort frühstücken. Die Preise sind recht günstig. Ein Frühstück mit Cappucchino und Weißbrot mit Marmelade gab es bereits für €2,70, die herzhafte Variante mit Eierspeis kostete €4,70. Besonders empfehlen kann ich den Lachsbagel.

Ausblick von der Dachterrasse des Circulo des Bellas Artes

Dachterrasse des Círculo de Bellas Artes
Der Hauptgrund warum wir auf die Terrasse des Circulo de Bellas Artes Museums wollten ist mit Sicherheit der traumhafte Ausblick über Madrid. Für €4 kann man mit dem Aufzug bis aufs Dach fahren. Die Terrasse ist ein guter Ort zum relaxen, da sie auch Liegen mit Sonnenschirmen bietet. Wir haben den Fehler gemacht und geglaubt wir können dort auch ordentlich Mittagessen, leider war dem nicht so und wir bekamen bloß Snacks. Die Tortillas haben uns aber trotzdem geschmeckt, und um unseren Hunger zu stillen gabs noch eine Portion Wedges. 😉

Chocolate con Churros in der Chocolateria San Gines

Chocolateria San Gines
Die Chocolateria San Gines ist bekannt für ihre Chocolate con Churros und deshalb auch immer voll. Von der Schlange vorm Eingang muss man sich aber nicht abschrecken lassen, da das Personal sehr flott ist und wir innerhalb von 10 Minuten unsere Bestellung aufgeben konnten. Die Churros selbst waren leider nicht so ganz unser Fall, da sie uns zu fettig und salzig waren. Vielleicht muss man sie auch einfach nur öfter essen damit man sich an den Geschmack gewöhnt.

Marina Ventura Paella
Marina Ventura Interieur

Marina Ventura
Das Marina Ventura in der Nähe vom Plaza Santa Ana wurde uns von unserem Guide empfohlen. Das Restaurant befindet sich in einer ruhigen Gasse und ist von außen nicht besonders auffällig, besticht aber innen durch eine sehr modernen Einrichtung mit vielen Grünpflanzen. Die Speisekarte bietet viele Fleisch- und Fischgerichte, wir entschieden uns dann aber ganz klassisch für eine Paella. Paella muss man fast immer für mindestens zwei Personen bestellen, da sie immer frisch zubereitet wird. Die Portion für 2 Personen war wirklich großzügig und hätte auch leicht für 3 Personen gereicht. Preislich ist das Restaurant nicht ganz günstig, €30 für die Paella zu zweit waren aufgrund der Größe und des Geschmacks aber doch gerechtfertigt, wenn man bedenkt dass wir als Vorspeise auch noch ein Süppchen, Brot und Aufstriche bekommen haben.

Restaurante Cerveceria Naturbier
Abends zog es uns zum Plaza Santa Ana, der für seine vielen Bars und Lokale bekannt ist. Da wir schon um 22:00 dortwaren und aber bereits zu Abend gegessen hatten, war es gar nicht so leicht einen Tisch zu finden, da die Restaurants doch eher auf Essens-Gäste abzielten. Im „Naturbier“ hatten wir aber Glück und bekamen einen Tisch. Das Ambiente ist recht rustikal, der Krug Sangria für etwa €10 hat uns aber trotzdem gut geschmeckt und die typisch spanischen Gerichte auf den Nachbartischen haben auch gut ausgesehen.

Madrid Citytrip – Tag 2

Tag 2 starteten wir mit einem ausgiebigen Frühstück in der La Rollerie, einer spanischen Kaffeehauskette. Anschließend gingen wir zum Retiropark und genossen dort die Sonne. Der Retiropark ist sehr weitläufig, sodass man problemlos 2h spazieren gehen kann, ohne einen Weg zwei mal zu nehmen. 😉  Besonders gut gefallen haben mir der Glaspalast und ein See inmitten des Parks in dem man sich auch ein Tretboot ausleihen kann. Am Ende des Parks befindet sich der Bahnhof Atocha. Das Besondere daran ist mit Sicherheit die alte Bahnhofshalle in der Palmen und sonstige tropische Pflanzen gedeihen. Aber nun zum eigentlichen Grund, warum wir am Bahnhof waren. Wir wollten nach El Escorial fahren, da mein Papa gemeint hat, für ihn war das das absolute Highlight seiner bisherigen Madrid-Besuche. Ich hatte mich im Vorhinein erkundigt und wusste deshalb, dass man von Atocha direkt nach El Escorial fahren kann. Nur leider kannten wir uns am Bahnhof überhaupt nicht aus, wie wir zu Tickets kamen und zu welchem Gleis wir mussten. Gott sei Dank gab es dort überaus hilfsbereits Mitarbeiter, die uns zu den Automaten in der neuen Bahnhofshalle führten (in der alten gibt es nur die für die Metro) und uns auch verrieten, dass es viel günstiger ist, einen 10er Block Fahrten für die Strecke zu kaufen, als 5 Retour-Tickets. Nach mehreren Verwirrungen weil der Zug etwas Verspätung hatte und wir deshalb fast in den falschen Zug gestiegen wären, saßen wir schlussendlich doch im richtigen Zug und genossen die malerische Landschaft auf der einstündigen Fahrt nach El Escorial. Dort angekommen mussten wir feststellen dass sich der Klosterpalast leider nicht neben dem Bahnhof befindet, sondern uns noch ein 2km langer Aufstieg auf den Hügel, wo der Palast steht, bevorstand. Bei traumhaften 19°C und strahlend blauem Himmel störte uns das aber gar nicht. 😉 Oben angekommen, ließen wir es uns nicht nehmen, im Gastgarten eines Restaurants mit Ausblick auf den Palast eine Flasche Wein zu genießen. Bei Rückweg haben wir es natürlich erneut geschafft, fast unseren Zug zu verpassen, da wir am falschen Gleis gewartet haben und erst, als der Zug eingefahren ist, draufgekommen sind. Zurück in Madrid machten wir uns auf den Weg zum Templo de Debod um ein Foto bei Sonnenuntergang zu machen. Als wir dort waren, war ich erst einmal ziemlich enttäuscht, da wirklich die Hölle los war und das ganze in Natura so überhaupt nicht eindrucksvoll ist. Klar, die Aussicht auf die Stadt selbst zahlt sich schon aus, aber das Denkmal und die Menschenscharen machten mir die Freude zunichte. Gute Fotos haben wir aber trotzdem bekommen und wir konnten erneut einen Punkt unserer To-Do Liste abhaken. Als nächsten stand die Chocolateria San Gines, die berühmt für ihre Chocolate con Churros ist, am Programm. Leider konnten uns die Churros nicht vollständig überzeugen, da die heiße Schokolade für meinen Geschmack zu wenig schokoladig und die Churros zu fettig waren, aber was solls, zumindest haben wir sie probiert. 🙂 Am Abend gingen wir erneut auf Sangria-Tour und wurden dabei von einem Oster-Umzug überrascht. Unser Guide hatte uns ja am Vortag bereits gewarnt uns von diesen Umzügen fernzuhalten, da wir sonst schnell einmal ein paar Stunden feststecken würden. Ganz geheuer war uns der Umzug nicht, da die Teilnehmer vollständig maskiert waren und uns stark und an Ku-Klux-Klan Mitglieder erinnerten, aber sehenswert war es allemal. Wir entdeckten auch endlich eine „schmutzige“ Bar, in der wir uns erneut Sangria bestellten. Laut unserem Guide erkennt man die besten Bars am vielen Müll der am Boden liegt – wir könnten nichts gegenteiliges behaupten. 😉

Das Video zu Tag 2 findet ihr auf Christinas Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/watch?v=BDLTt3IMcMI

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Madrid Citytrip – Tag 1

Müde aber zufrieden blicke ich auf unseren Mädelstrip zurück. Wir verbrachten ein paar wunderbare Tage in Madrid und kamen dabei voll auf unsere Kosten: Sonne, Sightseeing, Sangria und spanische Nationalgerichte wie Paella und Churros standen ganz weit oben auf unserer To-Do Liste. Letzten Dienstag war es nach monatelanger Vorfreude endlich so weit und wir machten uns auf den Weg zum Münchner Flughafen und flogen mit Iberia nach Madrid. Dort angekommen, erlebten wir die erste Überraschung als wir in der von der Vermieterin angegebenen Straße standen und die angegebene Hausnummer gar nicht existierte! Todmüde, weil es bereits nach Mitternacht war, versuchten wir die Vermieterin zu kontaktieren – Vergebens! 30 Minuten und einen halben Nervenzusammenbruch später (es hätte ja sein können, dass das Apartment gar nicht existiert und wir nur abgezockt werden! ;)), meldete sie sich endlich und kam schließlich vorbei um uns ins Apartment zu führen. Vom Apartment selbst waren wir leider auch ein wenig enttäuscht, da es auf den Bildern auf AirBnB sehr viel heller und gepflegter wirkt. Nichtsdestotrotz waren wir froh, endlich ins Bett zu kommen, da wir schon ein straffes Programm für den nächsten Tag geplant hatten. 🙂
Frisch und munter (so halbwegs zumindest) starteten wir am nächsten Vormittag zum Plaza del Sol, wo uns unser deutschsprachiger Guide bereits erwartete. Den Guide haben wir über MadridAufDeutsch für eine 4-stündige Walking-Tour (Kultour 1+2) gebucht und waren sehr zufrieden damit. Javier hat uns durch das Zentrum geführt und uns viel über die berühmten Plätze und Gebäude sowie die Geschichte Madrids erzählt. Obwohl ich in der Schule kein großer Geschichte-Fan war, hat er es durch seine sympathische Art und seinen guten Vortragsstil geschafft, mich nicht zu langweilen – ich kann die Tour also uneingeschränkt weiterempfehlen. 😉 Neben den „hard facts“ hat er uns auch sehr viele Restaurants und Bars gezeigt, von welchen wir auch einige getestet haben – mehr dazu wirds in einem eigenen Beitrag geben. Nach einem ausgiebigen Mittagessen inklusive kurzem Nickerchen entschlossen wir uns dazu, einen weiteren Punkt unserer To-Do Liste anzugehen: Der Besuch des Prado-Museums! Sämtliche Reiseführer beschreiben das Museo del Prado als absolutes Muss, und da der Eintritt 2h vor Schluss immer gratis ist, wollten wir uns die Gelegenheit selbstverständlich nicht entgehen lassen. In weiser Vorraussicht, dass vermutlich sehr viel los sein wird, kamen wir schon 2.5h vor Schluss und stellten uns in einer offenbar nicht endenden Schlange an. Für einen Platz weiter vorn in der Schlange hätten wir vermutlich noch 30 Minuten früher erscheinen müssen, was sich in Anbetracht der Tatsache, dass wir nach knapp einer Stunde Wartezeit sowieso drin waren, nicht gelohnt hätte. Ausklingen ließen wir den Abend bei einigen Gläsern Sangria am Plaza Santa Ana, der für die vielen Bars und sein Nachtleben bekannt ist.
Meine Freundin Christina hat übrigens fleißig mitgefilmt: https://youtu.be/S84hPJuPeeo

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Daytrip to Bratislava

Vor einiger Zeit beschlossen S und ich einen Tagesauflug nach Bratislava zu machen. Gesagt, getan. Am nächsten Wochenende starteten wir mit dem Zug von Wien nach Bratislava. Die ÖBB bieten dafür ein Kombiticket bestehend aus Hin-& Rückfahrt ab Wien, inklusive Tagesticket für die Öffis in Bratislava um €16 unter dem Namen „Bratislover“-Ticket an. Am Bahnhof hlavná stanica angekommen waren wir zuerst etwas schockiert weil dieser doch noch stark an die Zeit des eisernen Vorhangs erinnert. Mit dem Bus machten wir uns dann auf den Weg ins Zentrum und wurden dort allerdings vom Gegenteil überzeugt. Die Stadt macht einen recht gepflegten Eindruck. In der Innenstadt haben wir alles zu Fuß erkundet, sind durch die Gassen geschlendert und haben zu Mittag ein eher touristisches Restaurant mit typisch slowakischen Gerichten besucht. Von der Küche waren wir wenig begeistert (die Gerichte – Nocken mit einer Sauce aus Schafskäse – waren schon fast kalt, der Röstzwiebel aus dem Packerl und ebenfalls kalt). Umso mehr freuten wir uns dafür darüber, dass wir im November im Gastgarten bei Sonnenschein unser Bier genießen konnten. 🙂 Gestärkt machten wir uns auf den Weg zum Michaelertor, besuchten das im Turm enthaltene Waffenmuseum und genossen den Ausblick vom Dach des Turms. Danach gingen wir zu Fuß zur Most SNP, der Brücke des Slowakischen Nationalaufstandes. Eine Besonderheit der Brücke ist das sich in 80m Höhe befindendende „Ufo“-Restaurant, welches wie der Name schon sagt, wie ein Ufo aussieht. Wir überquerten die Brücke und erreichten den Sad Janka Kráľa Park. Wir durchquerten den riesigen Park und standen schließlich vor dem Aupark Shoppingcenter. Da das Einkaufszentrum auch Sonntags geöffnet hat ließen wir es uns nicht nehmen, eine Runde darin zu drehen. Es sind alle großen Ketten vertreten, man findet eine riesige Auswahl an Kleidung, Elektronik, Kosmetik, aber auch Möbel und sogar Musikinstrumente. Nach einer Stunde hatten wir aber genug vom bunten Treiben, welches sowohl aus Einheimischen als auch aus österreichischen Shopping-Touristen bestand, und entschieden uns dazu zurück zum Bahnhof zu fahren.
Fazit unseres Bratislava-Tagestrips: für einen (Halb-)Tagestrip ist die Stadt durchaus empfehlenswert, länger bleiben würden wir aber eher nicht, da es doch nicht soo viel zu sehen gibt. Nächstes Mal würden wir aber eher mit dem Schiff hinfahren, im UFO-Restaurant essen gehen und eventuell die Burg Devin besichtigen. 😉

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Michaelerturm
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Ausblick vom Michaelerturm auf die Burg Devin
Ausblick vom Michaelerturm auf die Burg Devin

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Burg Devin bei Nacht
Burg Devin bei Nacht

Kurzer Zwischenstopp in Doha

Ein Monat bin ich bereits zurück in Österreich und hab mich gut eingelebt. Wenn ich das graue Wetter draußen sehe, bekomm ich zwar direkt wieder Fernweh und wünsch mich zurück nach Sansibar, ansonsten bin ich aber froh, dass wieder Alltag eingekehrt ist. Ein paar Bilder von meinem Zwischenstopp in Doha bin ich euch allerdings noch schuldig.
Bei meinem Rückflug hatte ich einen 8-stündigen Zwischenstopp in Doha den ich selbstverständlich für eine Stadterkundung nutzte. Qatar Airways bietet kostenlose Citytouren für alle Passagiere, welche einen mehrstündigen Aufenthalt im Hamad International Airport haben. Die Tour dauert etwa 3.5h wobei man die meiste Zeit im Bus verbringt und an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbeifährt während einem der Guide sehr viel über die Bauwerke, aber auch generell über Qatar erzählt. Am Ende der Tour hatten wir noch 45 Minuten um den Souq Waqif, ein großer Markt, an dem man Gewürze, Stoffe und Souvenirs kaufen kann, zu erkunden. Es gibt dort auch eine große Auswahl an Restaurants, in denen sich Touristen aus der ganzen Welt tummeln, da diese klimatisiert sind. Die Temperaturen in Doha (~40°C + gefühlte 100% Luftfeuchtigkeit) waren für meines Erachtens wirklich unerträglich – so schön und luxuriös die Stadt auch ist, für mich wär das nix! 😉

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Museum of Islamic Art

 

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Souq Waqif
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Islamic Cultural Centre
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Palmen vor dem Flughafen

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My Experience With IEASTE Tanzania

Note: this text is just my personal opinion, it’s about the experiences I made during my IAESTE internship in Tanzania. Other interns possibly disagree with me because they have made a completely different experience. The post is written in English because it should be informal for students from all around the world who are interested in going to Tanzania.

The Internship
Where to start … First of all: I had to bring my own laptop. I’ve never experienced before, that the employer doesn’t provide computers for his interns. In the end I was glad I had brought my own laptop which has a battery life of around four to five hours since power cuts happen very often (at least two times a week for around one to four hours!). The same applies for the university network and WIFI: IF it works it’s extremely slow, so you can’t do tasks like research properly. That brings me to my next point: Unfortunately I was often just sitting around, surfing on random websites since I did not get clear instructions what to do. It was mainly like „can you please google for some web analytic tools and try to find some techniques for search engine optimization“. Probably I had completely wrong expectations of the internship. Sure, in the job-description they were talking about „Accessibility“, which includes SEO, but they were also talking about accessibility for people with disabilities, like blind people. This was why I expected to work as a web developer where I had to do some redesign of the website and also some programming and not only reading through dozens of websites to find the best SEO strategies and play with some web analytic tools. Although I was bored sometimes I still got some interesting insights into these topics. After my first month I finally decided to talk to my boss if it was possible to get a new task which involves some programming. Happily he just said something like „no problem, you can just work on another task!“ Since then I started to enjoy the internship, although it still was somehow depressing watching the colleagues just sitting around for hours not doing any actual work since there was no power.

Housing
Before I came to Dar Es Salam I was a bit worried because I couldn’t find the place where I should stay on Google Maps since the address did neither have a postal code nor a street nr. But I decided to trust the job description I got from IAESTE which stated that my employer would take care of housing. (If I had seen pictures of the area before I would have probably changed my mind and cancelled my flights since not the place itself but the area and surroundings looked like slums) The first four weeks I lived in a newly built hostel. Everything was clean and the rooms were quite ok too (I was just glad I didn’t have to share rooms!). Unfortunately there was no kitchen in the whole house – for someone who loves cooking and preparing food this can be really depressing since you have to eat out all the time which means your staples will be mostly street food which is quite unhealthy because most of it is fried. Apart of that the biggest disadvantage was definitely that the place was extremely loud because it was surrounded from at least two or even three bars/clubs which played very loud music from 10pm to 3am five days a week. Furthermore the Muezzin started praying at 5am. I had probably one night where I did sleep well and that was only because I stayed up all night the day before. After one month I managed to move to „Mama Abeid“s place so I could stay with the other interns. I’m really glad Francis, the IAESTE Tanzania coordinator, was fine with me moving although they had already paid for the hostel for two months. After moving everything got better, I felt really comfortable living with the others. The only disadvantage was that Mama’s place, unlike the hostel, doesn’t have a power-generator. It was not that bad since we went out in the evenings most of the time. It was also really cozy to just lighten some candles and have a good talk with your friends. Once we even managed to cook in the dark which was quite adventurous and funny.  😉

Money
If you want to do an IAESTE internship be prepared that it will cost you a lot of money. Sure, you get some money for your work, but this is definitely not enough for a living. You could probably manage to survive if you always take the cheapest meal at the cafeteria, but if you want to go out or do some weekend-trips you will need at least additional three times the salary you get. You have to purchase the flights on your own and also the work permit which was $250. Not enough, I also had to pay for a tourist visa ($50) at the airport. I was really disappointed because of that since I sent the documents and passport-photos with an express courier which cost me an additional €84, so the work permit can get approved in time, which it obviously didn’t. Since the other interns experienced the same thing I’m starting to think that this happens on purpose. Corruption is a big problem in Tanzania! The police i.e. stops cars just randomly and forces the drivers to pay penalties although they did not do anything wrong. Of course this cannot be applied to all Tanzanians, most of the people are decent and polite.
I also had to take out a travel insurance which cost me around €50 for two months. Another big investment was the vaccinations and medication which are recommended for going to a tropical country to protect you against all kinds of diseases. In my case I paid around €500, but this depends of course which vaccinations you already have or if you decide to skip some of them. Overall I would recommend to have savings of at least €1500-€2000 if you want to do an IAESTE internship in Tanzania. I heard some organizations also provide scholarships, e.g. the DAAD.

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However, the effort until you can finally start your internship is really expensive. It takes a lot of documents and forms to fill in, upload them to their local online system, participate a language test, and then finally apply for some destinations. If you’re lucky you will get chosen for your no 1 destination by your local IAESTE committee. Then the process of uploading the same documents you already put on their system starts again since you will then use the international online system. You also have to pay €250 deposit which will be returned after finishing the internship. Afterwards I had to wait for more than one month until my local IAESTE contact finally told me that my employer accepted me as an intern. Then I finally received the employer’s contact details and had to fill in some more forms. Unfortunately my local contact didn’t answer any of my emails after that time – I got really worried since I had so many unanswered questions and already spent a lot of money on flights etc. Finally I decided to get in contact with Francis, the Tanzanian IAESTE coordinator. Thank god he replied soon and could tie up the loose ends and free me from some of my worries.
When I arrived in Dar Es Salaam, one of the IAESTE members picked me from the airport and brought me to the student’s dorm. Afterwards we went for lunch with the other interns and some of the IAESTE members where I had a really warm welcome! IAESTE also organized weekend-trips to Arusha/Moshi and Zanzibar. All in all I felt like I was in good hands, IAESTE cared a lot about my well-being – I never got left high and dry. They always told us to watch out and talk to them if we had any problems. They immediately took care of my concerns – like when I wanted to move to the place where the other interns lived.

Although this text contains some negative points and criticism… All in all I’m glad I came to Tanzania since I made some great friends with whom I had really awesome times. It was truly a once in a lifetime experience!

 

 

Fun Things to do in Dar Es Salaam

Kipepeo Beach
Für Badenixen und Beachboys ist Kipepeo sicher der ideale Ort um einen relaxten Sonntag Nachmittag zu verbringen. Vom Zentrum nimmt man die Fähre in den Stadtteil Kigamboni und von dort bringt einen ein Bajaj (=dreirädriges Taxi) innerhalb von 15 Minuten zum Strand.

Kipepeo Beach
Kipepeo Beach
Fähre nach Kigamboni
Die Fähre nach Kigamboni

Coco Beach
Coco Beach ist zwar kein besonders guter Strand zum Baden, dafür lädt er zum gemütlichen Bier trinken, während man dem Treiben der Wellen zusieht, ein. Wenn man schon mal dort ist sollte man auch frittierte Cassava, eines der typisch afrikanischen Streetfood-Gerichte, testen.

Nyama Choma Festival
Das wohl berühmteste Food-Festival Daressalams findet mehrmals jährlich statt. Hier bekommt man für relativ wenig Geld diverses Gegrilltes, Bier und sogar trinkbaren Wein (aus Südafrika ;)). Muskalisch untermalt wird das Event von mehreren DJs und Live-Bands.

BBQ am Nyama Choma Festival
Ein BBQ Stand am Nyama Choma Festival

Nyama Choma Festival

Pugu Hills
Besonders aufregend ist der Pugu Hills Nationalpark am Stadtrand Daressalams mit Sicherheit nicht, falls man wirklich nichts zu tun hat und sich gerne bewegt, empfiehlt sich die 10km Tour aber trotzdem. Ein paar schöne Fotos sind auch entstanden

Ruine im Pugu Hills Nationalpark
Verlassenes Haus im Pugu Hills Nationalpark
Wagon-"Leiche" im Pugu Hills Nationalpark
Dieser Wagon hat auch schon mal bessere Zeiten erlebt
Größter Rinderhandelsplatz Ostafrikas
Größter Rinderhandelsplatz Ostafrikas

Bagamoyo
Einen Sonntagsausflug  in die Nachbarstadt im Osten haben wir auch gemacht. Mit dem Daladala (Kleinbus) erreicht man Bagamoyo in etwa 2h. Ein Touri-Guide ist sicher von Vorteil, da man ohne Plan, ewig in der Stadt herumirrt, da es auch keine Beschilderung oder Informationsschilder bei den historischen Ruinen, welche unter anderem aus der deutschen Kolonialzeit stammen, gibt. Wir sind durch Zufall auf einmal vor der alten Boma, dem wohl berühmtesten Bauwerk, gestanden. Als wir ein paar Fotos gemacht haben ist auf einmal ein Touri-Guide zu uns gekommen und hat uns darüber aufgeklärt dass wir das nicht dürfen und gefälligst dafür zahlen müssten – es gibt aber keine Absperrungen oder Hinweisschilder etc. Zwei meiner Kollegen haben sich dann auf eine halbstündige Diskussion mit dem Guide eingelassen und schlussendlich eine kleine Gebühr für die Fotos bezahlt. Die Badestrände in der Nähe können zwar nicht mit Kipepeo mithalten, sind aber auch ganz akzeptabel.

Alte Boma in Bagamoyo
„Alte Boma“: Ehemalige deutsche Bezirksverwaltung in Bagamoyo

Alte Boma in Bagamoyo

Strand in Bagamoyo

Dar Es Salaam – Restauranttipps

Da wir schnell genug vom afrikanischen Streetfood (Reis, Pommes, frittierten Bananen und co) sowie dem nicht vorhandenen Besteck hatten, haben wir uns selbstverständlich durch sämtliche Restaurants in Dar getestet. Hier meine Top 4.

305 Karafuu
Mein absoluter Favorit ist mit Abstand das 305: angenehme Atmosphäre dank stilvollem Interieur und Jazzmusik im Hintergrund, köstliches Essen, toller Service, sowie ein top Preis-Leistungsverhältnis. Die Speisekarte beinhaltet viel Fisch und Meeresfrüchte, aber auch Fleisch, Pasta und Salate. Den Thunfischsalat kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen – es handelte sich um einen Fisolensalat, Butterkartoffeln und ein perfekt gebratenes Thunfischsteak. Genuß pur für läppische €10! Einziger Kritikpunkt ist die Lage, da sich das Restaurant im weniger schönen Stadtteil Kinondoni, versteckt in einer abgelegenen Straße, befindet.
Karafuu St, Kinondoni, Dar Es Salaam

Addis in Dar
Äthiopisch für Anfänger. Hier wird, typisch afrikanisch, mit den Fingern gegessen – dem Geschmack tut das keinen Abbruch, würzig/scharfe Gerichte sollte man aber schon mögen. 😉 Es empfiehlt sich, einen Hauptgang zu zweit zu bestellen, da die meisten Hauptgänge gleich drei oder vier verschiedene „Eintöpfe“ enthalten. Mit diesen füllt man dann die Injerta, eine Art Sauerteig-Fladenbrot. Die Atmosphäre auf der Terrasse war sehr gemütlich, das Personal freundlich und zuvorkommend und etwa €15 für ein Hauptgericht, welches man sich zumindest zu zweit oder sogar zu dritt teilen kann, sind auch gerechtfertigt.
35 Ursino St, Dar Es Salaam

Shooters Grill
Gehobene Küche im wahrsten Sinne des Wortes – das Restaurant befindet sich auf dem Dach des Oyster Plazas. Die Speisekarte würde ich als interkontinental bezeichnen, da sogar ein „Schnitzel“ auf ihr zu finden ist. Die Dachterrasse ist sehr modern eingerichtet, der Service war sehr gut, Essen und Cocktails haben uns auch geschmeckt. Hier muss man allerdings ein wenig tiefer in die Tasche greifen: Ein Cocktail kostet ca €7, Vorspeisen starten bei knapp €8, Hauptgerichte bei etwa €15.
1196 Haile Selassie Rd, Dar es Salaam

Albasha
Hier wird libanesisch gekocht: Hummus, Falafel, Shawarma und Fatoush sind nur ein paar der typisch libanesischen Gerichte die dort serviert werden. Für etwa €13 für Hauptgerichte bekommt man ausgiebige Portionen. Das Restaurant ist geschmackvoll eingerichtet, am Service war nichts auszusetzen und auch Sauberkeit wird groß geschrieben. Einziger Kritikpunkt: es wird kein Alkohol ausgeschenkt.
Bridge Street, Mchafukoge, Dar Es Salaam

 

Sansibar – Again!

Da ich mich an meinem ersten Sansibar-Wochenende schwer in die Insel verliebt habe, entschied ich mich gemeinsam mit meinen IAESTE Kollegen dazu, das darauffolgende Wochenende ebenfalls auf Sansibar zu verbringen. Freitag morgens ging es also wieder auf die Fähre, dieses Mal bekamen wir die Fährtickets um etwa €11 pro Richtung anstatt $35 da wir unsere Arbeitsvisa dabei hatten. Es ist generell empfehlenswert, bei allen Eintritten zu erwähnen dass man ein Arbeitsvisum (Residence Permit) besitzt, da man dann den Preis für Einheimische bekommt, welcher meistens weniger als die Hälfte als der für Touristen beträgt! Auf der Insel angekommen, machten wir uns auf den Weg ins Malindi Guest House, wo wir Zimmer reserviert hatten. Leider war das Ho(s)tel überbucht, weshalb wir statt den fünf reservierten Betten nur drei Betten bekamen. Als „Entschädigung“ bekamen wir eine zusätzliche Matratze für den Boden – den vollen Preis durften wir trotzdem bezahlen.. Etwas enttäuscht entschieden wir dann, nur eine Nacht dort zu bleiben und uns ein neues Quartier für die restlichen beiden Nächte zu suchen. Da wir sowieso einen Tag am Strand verbringen wollten, fiel unsere Entscheidung auf das Kobe House in Jambiani im Osten der Insel. Die Lage ist ein absoluter Traum, das Personal sehr freundlich und zuvorkommend, alles in allem ein toller Ort zum Entspannen. Wir haben die Zeit dort sehr genossen. 🙂 Nun zu den Aktivitäten:

Forodhani Gardens
Ein Streetfood-Dinner in den Forodhani Gärten sollte man bei einem Aufenthalt in Stone Town definitiv nicht missen. Es gibt eine sehr große Auswahl an diversen BBQ-Fischen, Meeresfrüchten und auch Fleisch, sowie Beilagen. Am meisten empfehlen kann ich allerdings, eine Zanzibar-Pizza zu probieren. Gute Nerven sollte man auch mitbringen, da die Standbesitzer extrem aufdringlich sind. Am besten auch vorher nach den Preisen der einzelnen Gerichte fragen, da man sonst eine böse Überraschung erleben könnte, da die Verkäufer Touristen leider sehr gern übers Ohr hauen. Auch auf Bierkonsum sollte man verzichten, da dieser in der Öffentlichkeit verboten ist – man kann zwar Bier in Papiersackerln kaufen, doch auch hier gilt, lieber vorher nach dem Preis fragen, sonst zahlt man schnell mal das 4-fache!

Changuu (auch Prison Island genannt)
Hierbei handelt es sich um eine etwa 30 Minuten mit dem Boot von Stone Town entfernte Insel, auf der im 19. Jahrhundert ein Gefängnis für Gewaltstraftäter errichtet wurde, welches dann aber zur Quarantänestation für Gelbfieber-Erkrankte umfunktioniert wurde. Heute gibt es dort einen Schildkrötenpark in welchem man Aldabra-Riesenschildkröten hautnah erleben kann.

Jozani Chwaka National Park
Jozani ist ein kleiner Nationalpark im Herzen Sansibars, in welchem wir eine Führung durch den Urwald und auch die Mangroven bekamen. Im Park leben die nur auf Sansibar vorkommenden Sansibar-Stummelaffen. Diese sind so sehr an die Parkbesuchr gewöhnt dass sie sich problemlos streicheln und füttern lassen würden, wäre dies nicht strengstens untersagt, um die Gesundheit der Tiere zu bewahren.

Zanzibar Butterfly Centre
Inmitten des Jozani Parks befindet sich ein Schmetterlingsgehege wo diverse Arten von Schmetterlingen gezüchtet werden. Meinen Fotografie-begeisterten Kollegen bereitete es große Freude Katz und Maus mit den Schmetterlingen zu spielen.

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Der paradiesische Garten des Kobe House Hotels, im Hintergrund sieht man das kristallklare blaue Wasser des indischen Ozeans.

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